Das Topspiel in der Fußball-Landesliga zwischen dem TuS Bismark und dem FSV Barleben endete am Sonnabend 1:1. Dennoch hätten die Gefühlswelten nach Abpfiff nicht unterschiedlicher sein können.

Bismark l Während die Bismarker diesen Punktgewinn gegen den Ligaprimus wie einen Sieg feierten, ihre tolle Moral und ihren Kampfgeist zurecht würdigten, war Barlebens Trainer Stephan Grabinski sichtlich verärgert. "Ich bin ähnlich wie in der letzten Woche dermaßen enttäuscht. Es ist eine Situation, die schwierig ist. Ich muss an jeden Spieler appellieren, sich zu hinterfragen, das ist einfach zu wenig."

Der bisher und weiterhin ungeschlagene Tabellenführer brachte sich nach fünf Minuten das erste Mal in die Bredouille. Torhüter Alexis Lenhard foulte völlig unnötig den gut nachsetzenden Steffen Rogge. Folgerichtig entschied Torsten Felkel auf Elfmeter. Christoph Grabau übernahm Verantwortung und traf links unten zur 1:0-Führung.

Die Gäste zeigten aber die richtige Reaktion. Über die rechte Angriffsseite, dort hatte Bismarks Marcel Leutz einen schweren Stand, bereiteten Denny Piele und Carsten Madaus den Ausgleichstreffer durch Rico Schönberg (15.) vor. Die Gastgeber zogen sich nun zunehmend zurück, überließen Barleben die Initiative. Doch der Favorit spielte seine Vorteile nicht optimal aus. Bis auf einen Kopfball von Piele sprang keine zwingende Torchance vor der Pause mehr heraus. Auf der Gegenseite prüfte Philipp Grempler nochmals Lenhard, der aber sicher parierte.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wirkten die Barleber zunächst entschlossener. Nach schöner Flanke von Carsten Madaus hätte Piele den Führungstreffer erzielen müssen, doch sein Kopfball aus Nahdistanz war viel zu zentral und kein Problem für Hannes Gust (58.). Die Chancen der Gäste mehrten sich. Drei Minuten später spitzelte Piele den Ball nach einem langen Pass an Gust vorbei, doch Martin Köhn rettete auf der Linie.

Die Bismarker gingen auf dem Zahnfleisch, mussten fünf Spieler der ersten Mannschaft doch bereits zuvor in der Reserve ran. Doch mit Glück, Kampf und einem starken Hannes Gust, der in der Nachspielzeit einen Abschluss sensationell klärte, blieb zumindest ein Zähler im Waldstadion.

"Der Punkt geht an die Jungs, die bereits zuvor in der Zweiten gespielt haben. Ein riesen Kompliment an sie. Der Punkt ist erkämpft, nicht mehr. Spielerisch haben wir heute sicherlich nicht das gezeigt, was wir wollen, aber wir haben gekämpft. Am Ende ist das Ergebnis nicht glücklich, sondern verdient", lobte Bismarks Trainer Dirk Grempler seine in sich geschlossene Mannschaft.

Torfolge: 1:0 Christoph Grabau (5. Foulelfmeter), 1:1 Rico Schönberg (15.).

Schiedsrichter: Torsten Felkel (Salzwedel).

Zuschauer: 93.