In der Handball-Verbandsliga Nord hat die Mannschaft der HSG Osterburg am Sonnabend schlicht für eine Sensation gesorgt. Stark ersatzgeschwächt, schlugen die Altmärker den Tabellendritten Güsen mit 33:29.

Osterburg l Die Ausgangsbedingen für ein erfolgreiches Bestehen in diesem Spiel waren für den Gastgeber schlecht. Spielertrainer Sebastian Papendiek, Florian Skorz, Dennis Hahne und Steffen Braune fehlten genau so wie der privat verhinderte Guido Eberhardt aus dem HSG-Trainertrio. Auf der Osterburger Ersatzbank saßen neben Coach Podas zunächst noch Keeper Mager sowie die Feldspieler Krüger und Moll.

Und mit den Güsenern machte eine langjährig in der Sachsen-Anhalt-Liga aktive Mannschaft, die im Sommer 2013 freiwillig abgestiegen war, in der Osterburger Sekundarschulhalle ihre Aufwartung.

Die Gäste gingen durch Kevin Haßbargen auch mit 1:0 in Führung. Paul Zierke glich aus. Dann lagen die Osterburger knapp vorn (3:2, 5:4), doch das dauerte nicht lange an. Die Güsener konterten, und das mit teilweise gewaltiger Angriffswucht. In der 17. Spielminute bangten die Osterburger Anhänger, denn es stand 7:10. Der Favorit schien früh die Weichen auf Auswärtssieg zu stellen. Doch er bekam es in der Folge mit einen wild entschlossenen Gastgeber zu tun, der sehr konzentriert, aber auch wuchtig (Paul Zierke, Thomas Kuhlmann) seine Chancen im Angriff suchte und fand.

Das hatte Folgen. Die Biesestädter bekamen das Spiel wieder in den Griff und lagen zur Halbzeitpause selbst mit 18:16 in Führung. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es praktisch keinen Spielerwechsel im Osterburger Team. Was das in der Verbandsliga bedeutet, kann man nur mit dem Wort "Schwerstarbeit" ausdrücken.

Die HSG-"Schwerstarbeiter" mussten auch in der zweiten Hälfte fast alle ran. Allerdings wurde nach 30 Minuten Steffen Mager für Mario Schrödter in den Gastgeber-Kasten gewechselt.

Die Partie nahm weiter Fahrt auf, wurde nun auch noch von durchaus schwerem Kampf geprägt. Zierke warf in der 37. Minute zum 20:17 ein, Güsen glich zum 21:21 aus.

Danach lag die HSG zumeist knapp vorn, doch der Gast wehrte sich heftig. Eine Folge dessen war, dass in der 54. Minuten Osterburgs Paul Papendiek und sein Güsener Gegenspieler nach einer heftigen Rangelei jeweils Rot sahen.

In der 58. Minute hieß es 30:29 für die nun schon fast kraftlosen Osterburger, die danach aber Nerven wie Stahlseile hatten und einen epochalen Sieg feierten.

Osterburg: Schrödter, Mager - Kiebach 6, Th. Kuhlmann 5, A. Kuhlmann 1,Krause 8, Zierke 10, P. Papendiek 1, Moll, Krüger.

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