Die Läuferschar in und um Stendal ist um einige Ritter und Landboten reicher geworden. Die Vereinsfahrt der Laufgruppe Haeder führte Anfang Mai zum Huy-Burgenlauf. Der Höhenzug im Vorharz nahe Halberstadt lockte mit einem Lauf- und Wanderprogramm, das sich sehen lassen kann.

Halberstadt/Stendal l Für die Läufer galt es am Sonnabend zunächst 24,5 Kilometer von Burg Schlanstedt zur Huysburg zu absolvieren.

Eine anspruchsvolle Strecke mit so manchem Höhenmeter, der überwunden werden musste. Am Schloss warteten bereits die Wanderer auf ihren Start. Doch zuvor empfingen sie die Läufer mit viel Beifall, nutzten die Möglichkeit einer Führung durch das Kloster, in dem Benedektiner-Mönche leben, oder tankten einfach noch ein wenig Kraft für die anstehende Wanderung über 9,5 Kilometer.

Dies war zugleich die zweite Etappe für die Läufer. Treff für alle war nach einer wiederum hügeligen Strecke unter anderem mit dem Anstieg zur Sargstedter Warte und oft mit einem wunderschönen Blick auf den Brocken das Schachdorf Ströbeck. Das Ziel befand sich auf dem auf dem Dorfplatz in den Boden eingepflasterten Schachbrett, wo neben Ritter und Burgfräulein auch lebende Schachfiguren die Läufer- und Wanderschar in Empfang nahmen.

An Ausruhen war am Abend nicht zu denken. Die knapp 50 Haeders und das Quartett Ebert und Matthies von den Lauffreunden aus Demker fuhren von ihrer Unterkunft im Tagungszentrum Spiegelsberge/Halberstadt mit dem Bus zum Sportlerball nach Dingelstedt. Die Gruppe "Silent Song" aus Magdeburg und der DJ sorgten dafür, dass die Tanzfläche immer gut gefüllt und an einen möglichen Muskelkater nicht zu denken war.

Am Sonntag war dann für die Läufer der 580 Burgenlaufteilnehmer Start im Schachdorf Ströbeck. Bis zum Wasserschloss Westerburg waren es 21 Kilometer. Die Wanderer absolvierten noch einmal 9,5 Kilometer, ihr Startort war Huy-Neinstedt. Auf dem Wasserschloss gab es dann den Ritterschlag für alle, die die drei Etappen über 55 Kilometer bewältigt hatten. Die Wanderer wurden Landboten.

Einig sind sich alle, dass die Veranstalter mit ihrer Ankündigung "Ein einmaliges Lauferlebnis in Deutschland" nicht zu viel versprochen haben. Es geht nur um das Lauferlebnis in herrlicher Natur, Zeiten und Platzierungen spielen keine Rolle. Es dürfte wohl so manchen Wiederholungstäter geben. Ein Dankeschön geht an Altmark Bus und Fahrer Lothar Hinz, der die Lauffreunde sicher an ihre Ziele brachte, sowie an Mario Blasche, der die Vereinsfahrt organisiert hatte. Zusammen mit Dirk Thode hatte er bereits im vergangenen Jahr die lange Strecke absolviert und die Laufgruppe auf den Geschmack gebracht, beim 12. Huy-Burgenlauf dabei zu sein.