Vor seinem vorerst letzten Punktspiel für die Kicker von Verbandsligist Lok Stendal ist am vergangenen Sonnabend Keeper André Ronneburg verabschiedet worden. Wolfgang Seibicke sprach danach mit ihm.

Volksstimme: Ab dem Herbst verschlägt es sie nach Belgien. Was machen Sie dort in nächster Zeit konkret beruflich?

André Ronneburg: Meine Konzentration gilt voll und ganz dem Studium. Neben der Vorbereitung auf den kommenden Auslandsaufenthalt (bis Februar 2015) steht auch die Planung des darauf folgenden, vorgeschriebenen Auslandspaktikums (6. Semester, ab März) an. Abgesehen davon, gilt es auch die anstehenden Prüfungen bestmöglich zu bestehen.

Werden Sie in dieser Zeit weiter Fußball spielen? Mein Studium hat klare Priorität, da wird wenig dafür Zeit bleiben. Dennoch wissen diejenigen, die mich kennen, dass ich mich stets fit halten werde.

Wie schätzen Sie die Saisonleistung der Stendaler Lok-Mannschaft ein?

Was diese Mannschaft für eine Entwicklung genommen hat, ist sehr beachtlich. Abgesehen von den technisch-taktischen Verbesserungen, hat es Sven Körner geschafft, eine Einheit mit klaren Hierarchien zu schaffen und auch jungen Spielern Führungspersönlichkeit zu vermitteln. Insbesondere Kapitän Phillip Groß ist hier zu nennen. Die Mannschaft hat sich trotz der guten Leistung und der vielen Abgänge, in der Vorsaison, noch einmal klar gesteigert. Die Messlatte liegt jetzt schon ausgesprochen hoch, aber ich bin mir sicher, dass der Trainer und sein Team auch diese toppen können.

Wo hat sie noch Reserven?

Reserven liegen ganz klar in der Disziplin, also in der Einhaltung der taktischen Vorgaben. Aber daran wird hart gearbeitet werden.

Wie beurteilen Sie das Klima im Team?

Das Klima im Team war nahezu perfekt. Natürlich gibt es unzufriedene Spieler und auch mal Unstimmigkeiten, das gehört dazu. Aber bei den Spielen wurde dies ausgeblendet und gemeinsam an einem Strang gezogen.

Fällt Ihnen der Abschied etwa schwer?

Ja, weil ich mich zu 100% mit der Mannschaft, dem 1. FC Lok Stendal und der Stadt identifiziert habe. Wenn man zwei Jahre lang, vier bis fünf Mal trainiert und am Wochenende in einem der schönsten Stadien der Liga, unserem "Hölzchen", spielt, wächst man nicht nur mit seinen Teamkollegen zusammen, sondern mit der ganzen Region. Ich möchte mich an dieser Stelle besonders bei Martin Gebauer bedanken, denn er lotste mich letzten Endes zum 1. FC Lok Stendal und hat damit einen großen Anteil an den letzten beiden, tollen Jahren bei Lok. Natürlich möchte ich mich auch bei Thomas Schulze und besonders Sven Körner bedanken, beide hatten stets ein offenes Ohr und unterstützten mich so gut wie möglich. Mein Dank gilt natürlich auch allen anderen Verantwortlichen und Fans des 1. FC Lok Stendal.