Umar Chentiev und Ibrahim Tataev vom RSV Stendal haben sich am Wochenende jeweils den Vizetitel bei den Mitteldeutschten Meisterschaften im Ringen gesichert.

Stendal l Am Sonnabend fanden diese offenen Mitteldeutschen Meisterschaften der C- und D-Jugend im freien Stil sowie der weiblichen Schüler in Stendal statt. Vor heimischem Publikum haben die Sportler vom RSV Stendal 07 kämpferisch überzeugen können.

Die Mitteldeutschen Meisterschaften stellen für die jungen Ringer den Höhepunkt des Wettkampfjahres dar, weil in ihren Altersbereichen noch keine Deutschen Meisterschaften ausgetragen werden.

"Haben nur lobende Worte bekommen."

Es waren 290 Sportlerinnen und Sportler aus acht Bundesländern in der Altmark zu Gast. Fast 500 Kämpfe mussten ausgetragen werden. Die Eröffnung des Mammutturniers übernahmen der Stendaler Oberbürgermeister Klaus Schmotz sowie der Geschäftsführer des Landesringerverbandes Sachsen-Anhalt, Bernd Radschunat, und der Kampfrichterreferent René Wenzel.

"Wir haben von überall nur lobende Worte für die Ausrichtung dieser Meisterschaften bekommen. Deshalb möchte ich mit bei allen Helfern recht herzlich für die Unterstützung bedanken, ein ganz besonderer Dank geht an Thomas Schulz für seine Organisation. Auch wenn wir keinen Titel geholt haben, mit den zwei zweiten Plätzen können wir sehr zufrieden sein", sagte Björn Buchhorn, der Vorsitzende des RSV Stendal.

Bernd Radschunat, der auch Landestrainer ist, sagte: "Ihr habt hier Maßstäbe gesetzt. Wollt ihr nicht einmal eine Deutsche Meisterschaft ausrichten?"

"Das Lob hat uns natürlich sehr gefreut", sagte Buchhorn.

"Ihr habt Maßstäbe gesetzt. Wollt ihr nicht eine Deutsche Meisterschaft ausrichten?"

Zum Wettkampf. Drei altmärkische Sportler gingen in der C-Jugend über die Waage. Umar Chentiev (31 kg) gewann seine ersten beiden Begegnungen souverän. Im Poolfinale lieferte er sich einen Kampf mit insgesamt 21 technischen Punkten, wobei er am Ende Florian Hofmeister (AVJK Zella-Mehlis) schulterte. Im Finale traf der Altmärker auf Paul Tschersich (ASV Plauen). Der Sachse war technisch überlegen und Chentiev musste sich auf Schultern geschlagen geben. Somit ergatterte Chentiev die Silbermedaille.

Pascal Ode (42 kg) musste sich zwei Mal geschlagen geben - 14. Platz. Maximilian Ptak (54 kg) gewann seinen Auftaktkampf gegen Philipp Kuschel (TSV Falkensee) mit einem Schultersieg. Es folgten zwei Niederlagen. Am Ende belegte er den vierten Rang.

In der D-Jugend trugen sich sechs Stendaler in die Wettkampflisten ein. Im Limit bis 29 Kilogramm rangen Schamchan Chentiev, Lom-Ali Mursabekov und Majrbeck Nakhadziev.

Insgesamt 16 Aktive waren in dieser Gewichtsklasse angetreten. Zwei Schultersiege, aber auch zwei Niederlagen trug Mursabekov ins Wettkampfprotokoll ein - siebter Platz. Nach drei Schultersiegen musste sich Nakhadziev seinem Gegnern Robert Krause (AC Taucha) und Fernando Mahmoud (SVL Berlin) beugen.

Im Finale um den fünften Platz verlor der Stendaler gegen Max Schewelew (WSG Zauckerode) - Rang sechs.

Chentiev gewann fünf Begegnungen und verlor nach einer Niederlage gegen Felix Liedtke (SVL Berlin) seinen Siegeswillen. Am Ende belegte der Altmärker den undankbaren vierten Platz.

Ibrahim Tataev rang im Limit bis 31 Kilogramm und zog durch beachtliche fünf Schultersiege in das Finale ein. Hier traf er auf Mohamed Agaev (SCR Hamburg). Am Ende erklärte der Kampfrichter trotz starken Kampfes den Hamburger mit 10:19 Punkten zum Sieger. Somit wurde dem Altmärker die Silbermedaille verliehen.

Martin Akhaev (34 kg) kam nicht richtig in das Turnier und belegte nach drei Auseinandersetzungen den siebten Platz. Jonas Berghoff (38 kg) eröffnete seine Kämpfe mit Schultersiegen gegen Dawid Przekoracki (RSVH Frankfurt/Oder) und Adam Inaev (SV Dresden-Mitte). Gegen den späteren Mitteldeutschen Meister Ricco Tewellis (SVGW Weißwasser) punktete der Stendaler zwar, musste sich jedoch auf Schultern geschlagen geben. Nach zwei weiteren Kämpfen stand Berghoff im Finale um Platz fünf und besiegte Max Wieland (AVJK Zella-Mehlis) - fünfter Platz.

Ein Dank des gastgebenden RSV Stendal gilt allen Sponsoren und Helfern, ohne die die Ausrichtung eines solchen Turniers nicht möglich gewesen wäre. Der RSV hat einen reibungslosen Ablauf des Turniers mit elektronischer Listenführung und elektronischen Anzeigetafeln gewähren können.

Das wurde von allen Anwesenden gut angenommen und ist keineswegs Standard für eine Mitteldeutsche Meisterschaft. Aber bei einer DM. Vielleicht bald in Stendal.

 

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