Im Härtetest gegen den niedersächsischen Oberligisten FC Eintracht Northeim hat die Mannschaft von Lok Stendal in den Mittagsstunden des Sonnabends daheim eine 0:4-Niederlage bezogen. Dabei wurden einige Defizite deutlich.

Stendal l Bei Hitzegraden stieß der gastgebende Verbandsligist auf einen Kontrahenten, der ihm nicht nur körperlich überlegen war. Die Niedersachsen, die aus einem Trainingslager in Haldensleben etwas verspätet am Stendaler Hölzchen eintrafen, waren das kompaktere und entschieden torgefährlichere Team.

In den ersten gut 30 Spielminuten war das noch nicht so deutlich erkennbar. Die Northeimer waren leicht überlegen, doch Stendals Mannschaft verschob gut. In der 13. Minute verbuchten die Gäste nach einem Fehler im Lok-Mittelfeld ihre erste klare Torchance, doch die wurde recht kläglich vergeben.

Auf der anderen Seite köpfte der aufgerückte Innenverteidiger Andreas Sommermeyer das Leder nach einem Stendaler Freistoß an die Northeimer Querlatte. Zu jenem Zeitpunkt aber wurde die Überlegenheit der Gäste immer deutlicher.

Das unterstrich der in der Strafraummitte allein gelassene Zimmermann in der 37. Minuten mit dem Northeimer Führungstor.

Drei Minuten später erhöhte Dacaj auf 0:2. Noch vor der Halbzeitpause markierte Northeims Rudolph per Lupfer über Stendaler Keeper Bryan Giebichenstein hinweg das 0:3 aus Stendaler Sicht.

Zwischenzeitlich hatte der einen Tag zuvor aus dem Urlaub zurückgekehrte Philipp Grempler auf den Notheimer Kasten geschossen. Der Gästekeeper hatte es aber nicht sehr schwer, den Ball zu parieren. Im zweiten Spielabschnitt avancierte Steven Schubert an Stelle von Franz Erdmann neben Sommermeyer zum zweiten Innendecker in der Lok-Viererkette. Dass die insgesamt noch eine Baustelle ist, unterstrichen die Gäste in der zweiten Halbzeit mehrfach. Sie kreierten etliche Torchancen, vergaben sie aber. Das bekamen sie von ihrem Trainer zu hören: "Ihr geht mit Euren Chancen schlampig um. Macht Euch frisch. Das ist doch kein Zirkus hier!"

Zumindest der eingewechselte Akteur Horst erhörte seinen Coach und traf noch einmal für die klar überlegenen Northeimer (74.). Mohebi vergab zuvor sogar einen Foulelfmeter. Im Mittelpunkt des Geschehens stand der in der zweiten Halbzeit das Lok-Gehäuse hütende John Ziesmann, der seine Sache sehr gut machte und zum besten Stendaler Spieler wurde. Echte Defizite gab es in der Lok-Offensive.

Angeschlagen gingen Florian Guhla und Vincent Kühn aus der Partie.

Stendal: Giebichenstein, Ziesmann - Gebauer, Sommermeyer, Erdmann, Groß - Schubert, Guhla - Kühn, Instenberg, Grempler - Buschke (Karatercyan, Wagener, Liebisch, Schröder, Bubke)

Schiedsrichter: Felkel (Salzwedel), Zuschauer: 45,

Torfolge: 0:1 Zimmermann (37.), 0:2 Dacaj (40.), 0:3 Rudolph (42.), 0:4 Horst (74.).