Die Premiere in der Fußball-Landesklasse, Staffel I, oder besser ausgedrückt in der Landesklassen-Altmarkstaffel, ist am Wochenende gelaufen.

Stendal l Sichtlich geknickt saß Möringens Trainer Rico Matschkus nach Spielschluss einsam und allein auf seiner Trainerbank. Die Misere geht weiter.

In der Vorsaison, in der Landesliga, folgte Niederlage auf Niederlage, begründet auch durch die personelle Notsituation. Irgendwann hat man im Verein aufgehört zu zählen, das wievielte Spiel verloren gegangen ist.

Jetzt, in der Landesklasse, sollte alles besser werden. Der Verein hat sich durch Neuzugänge verstärkt und verletzte Spieler kehrten in den Kader zurück. Das Vorhaben ist durch die 0:1-Niederlage gegen einepersonell geschwächte Goldbecker Mannschaft mächtig in die Hose gegangen.

Dabei gab es an diesem ersten Spieltag für die Mannschaften aus dem Landkreis Stendal, die zu den Staffelfavoriten zählen, nur Siege.

Der SSV Havelwinkel Warnau hatte gegen Germania Tangerhütte viel Mühe, nutzte aber am Ende die spielerische Überlegenheit doch noch zu zwei Toren durch Kevin Beyer.

Weniger Kilometer weiter in Havelberg gab es einen ähnlichen Spielverlauf. Die Domstädter beherrschten Eintracht Salzwedel, gewannen aber nur knapp 2:1. Thomas Dreisow und Thoralf Gennermann drehten den 0:1-Rückstand noch um.

Lehrgeld bezahlen mussten die beiden ostaltmärkischen Aufsteiger. Kreismeister SV Krüden/Groß Garz ging trotz einer überraschenden Verstärkung (Sven Körner, Trainer des 1. FC Lok Stendal) daheim 0:4 gegen ein clever agierendes Team von Rot-Weiß Arneburg auf eigenem Platz unter. Beim Gastgeber spielten sicher die Nerven und die Unerfahrenheit eine Rolle. Bereits in der ersten Halbzeit war nach einem 0:3-Rückstand alles gelaufen.

Unerfahrenheit spielt beim SV Preußen Dobberkau, dem zweiten Aufsteiger aus der Ostaltmark, sicher nicht die Rolle. Viele Akteure dieser Mannschaft haben schon höherklassig gespielt. "Wir brauchen noch Zeit zur Eingewöhnung", war auch eine Erklärung von Preußen-Trainer Dieter Schönhoff nach der 2:4-Niederlage in Letzlingen.

Auch Medizin Uchtspringe, ein weiterer Favorit in dieser Altmarkstaffel, löste seine Aufgabe mit einem 4:2-Sieg in Uenglingen.

Medizin-Trainer Jörn Schulz dürfte allerdings nicht gefallen haben, dass sein Team eine 3:0-Führung fast noch aus der Hand gab. "Wir haben gewonnen, mehr gibt es nicht zu sagen", zeigte er sich nach dem Spiel wortkarg.

Für alle Mannschaften dieser Altmarkstaffel gilt, es war am Wochenende der erste Spieltag. Die Saison ist noch lang, sehr lang.

Auch für den MSV um Trainer Matschkus. Irgendwann wird auch er den ersten Sieg nach langer Zeit bejubeln dürfen.

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