In der Fußball-Verbandsliga hat der 1. FC Lok Stendal im ersten Heimspiel (Saison 2014/15) gegen den Halleschen FC II ein 3:3 (2:1) erkämpft.

Stendal l Am Ende hätte das Spiel in die eine, aber auch in die andere Richtung kippen können. Fazit: Das Ergebnis vor 290 Zuschauer war gerecht.

Die Gäste kamen besser in das Match. Die ersten beiden Chancen von Halles Marvin Römling stellten Stendals Keeper Bryan Giebichenstein vor keine große Probe. In der elften Minute unterlief Franz Erdmann ein zu kurzer Rückpass auf Andreas Sommermeyer. Stanley Ratifo spritzte dazwischen, aber jagte die Kugel überhastet in den Metallzaun. Fünf Minuten später gab es eine starke Rettungsaktion von Sommermeyer, der nach einem Pressschlag von Torwart Giebichenstein und Ratifo die Kugel genau von der Linie kratzte.

Auch Lok spielte nach vorn. Guhla startete rechts durch, seine Eingabe wurde geblockt. Nach 19 Minuten eroberte Benedikt Nellessen in der HFC-Hälfte die Kugel, Moritz Instenberg flankte und Philipp Grempler schob ein - 1:0. Halle war schockiert und kam über links durch Tony Schmidt. Dessen Flachschuss klärte der Lok-Keeper glänzend zur Ecke. Lok schaltete jedoch schnell um. Instenberg bediente Nellessen mit einem No-Look-Pass. Es folgte das Querspiel auf Philipp Grempler, der die Kugel humorlos zum 2:0 (33.) einschmetterte. Der Vorsprung hielt nicht bis zur Pause. Erst rettete Giebichenstein wieder sensationell gegen Römling. Nach der anschließenden Ecke fiel jedoch das Anschlusstor durch Barnofsky - 2:1.

In der zweiten Halbzeit wurden die Altmärker schnell geschockt. Nach Foul von Nils Breda an Ratifo gab es Strafstoß. Tony Schmidt verwandelte sicher - 2:2 (46.). Von dieser Szene erholten sich die Stendaler nur schwer. Halle drückte auf das 3:2. Allerdings produzierten die Saalestädter auch Fehler. Nach einem unüberlegten Rückpass von Holger Motscha stand Nellessen plötzlich frei. Nach seinem Heber ging der Ball jedoch knapp am Tor vorbei. Besser machte es Grempler. Der Ex-Bismarker umkurvte mehrere Abwehrspieler und schoss zum umjubelten 3:2 ein. Es reichte jedoch nicht zum Sieg, da Kentscheschaov kurz vor Schluss für die Gäste noch ausglich.

Fast mit dem Schlusspfiff stand Nellessen plötzlich noch einmal frei. Überhastet vergab er die Möglichkeit zum Sieg. Da Halle auch noch ein paar Chancen liegen ließ, geht das Ergebnis in einem sehr guten Verbandsligaspiel nach 90 Minuten allerdings vollkommen in Ordnung.

Hallescher FC II: Hanf - Koch, Barnofsky, Klinowsky (9. Motscha), Schmitt, Amaro, Römling (75. Kentscheschaov), Amari, Ratifo, Schmidt, Ziebig.

Torfolge: 1:0, 2:0 Grempler, (19., 33.), 2:1 Barnofsky (39.), 2:2 Schmidt (46., FE), 3:2 Grempler (78.), 3:2 Kentscheschaov (88.7.