Nach zwei Punktspieltagen in der Verbandsliga, die jeweils unentschieden bestritten wurden, haben die Kicker des 1. FC Lok Stendal ein Pokalmatch vor Augen. Oberliga-Aufsteiger Askania Bernburg kommt am Sonntag ans Hölzchen.

Stendal l Bei der Ansetzung denkt man natürlich an das letzte Verbandsligamatch zwischen beiden Teams vor wenigen Monaten am Stendaler Hölzchen zurück. Das gewannen die Altmärker nach toller Leistung und Treffern von Franz Erdmann (2), Benedikt Nellessen und Ouzmane mit 4:2.

Kurzzeitig gab es danach Gedanken an einen eigenen Aufstieg in die Oberliga. Letztlich aber setzten sich in diesem Wettbewerb die Bernburger durch, die durch den Verzicht von Landesmeister Halle-Ammendorf die Gunst der Stunde nutzten.

In der neuen Liga sind sie offenbar gut angekommen. Im ersten Oberliga-Punktspiel gewannen sie bei Schott Jena mit 2:1 und spielten anschließend daheim gegen Erzgebirge Aue II 1:1.

Ihre Treffer markierten die Askanier übrigens durchweg ab der 80. Spielminute. Das bedeutet, auch mit Blick auf das Pokalmatch des Sonntags am Hölzchen, dass die Gäste körperlich ungemein fit sein müssen.

Sie haben in der Sommerpause nicht etwa den einen oder anderen erfahrenen Akteur geholt, sondern sich mit sechs jungen Spielern aus den Leistungszentren des 1. FC Magdeburg und des Halleschen FC verstärkt.

Lok ist ordentlich in die Verbandsligaserie 2014/15 gestartet. "Zuletzt beim 3:3 gegen die HFC-Zweite waren wir vom Tempo und der Athletik her richtig stark. Fußballerisch gab es zweifellos aber noch Reserven", schätzte Trainer Sven Körner nach der niveauvollen Begegnung ein.

Ihn plagen mit Blick auf das Bernburg-Pokalmatch personelle Sorgen. Philipp Grempler und Steven Schubert fehlen aus privaten Gründen am Sonntag definitiv. Zudem gibt es mehr oder weniger größere Fragezeichen bezüglich des Einsatzes des angeschlagenen beziehungsweise erkrankten Quartetts Martin Gebauer, Vincent Kühn, Franz Erdmann und Andreas Sommermeyer.

Das beträfe nicht wenige Akteure der für Coach Körner "zentralen Achse" seines Teams, die zur Zeit Sommermeyer, Philipp Groß, Erdmann, Schubert, Moritz Instenberg und Benedikt Nellessen dastellen.

Im Lok-Gehäuse wird gegen Bernburg erneut Brian Giebichenstein stehen.