Am vierten Spieltag der Fußball-Verbandsliga hat Lok Stendal, nach zuvor drei Remis in Folge, im heimischen Stadion am Hölzchen gegen Preussen Magdeburg 1:2 (1:1) verloren und befindet sich damit in einem gefährlichen Tabellenbereich.

Stendal l "Das war nichts heute", hieß es nach Spielschluss nicht nur einmal unter den Zuschauern. Dieses Urteil traf sicherlich besonders auf den zweiten Teil der Partie zu, denn in der ersten Halbzeit boten beide Mannschaften ein starkes Spiel. Lok war da auch ein Quäntchen besser als die Preussen.

In der zweiten Spielminute gab es den ersten Torjubel, als Vincent Kühn das Leder per Kopf in die Maschen des Magdeburger Gehäuses beförderte. Doch der Treffer wurde wegen Abseitsstellung nicht gegeben.

In der rasant geführten Partie war es zunächst absolut nicht langweilig. Beide Mannschaften waren auf Treffer aus, spielten offensiv und versuchten dabei ihre Abwehrreihen geschlossen zu halten. In der 11. Minute klappte es bei den Magdeburgern nicht. Nutznießer waren Franz Erdmann und Lok. Von Erdmanns Fuß "trullerte" das Leder langsam in Richtung langes Eck. Preusse Daniel Trinh wollte für seinen herausgeeilten Torhüter retten. Das aber misslang und Trinh holte sich am rechten Pfosten noch eine gehörige Prellung ab. Doch schon zwölf Minuten später konnten die Magdeburger ausgleichen. Steve Röhl markierte den Treffer zum 1:1 nach Freistoß und mehrfachen vergeblichen Stendaler Versuchen, das Leder aus der gefährlichen Zone zu befördern.

Danach gab es auf beiden Seiten einige Möglichkeiten und beinahe wieder Torjubel bei einer Kühn-Aktion. In der 44. Minute traf er per Volleyschuss die Latte des Preussen-Gehäuses. Der Nachschuss von Andreas Sommermeyer wurde abgeblockt.

In der zweiten Halbzeit sah das Spiel völlig anders aus. Preussens Abwehr hatte Lok durch vorbildlichen kämpferischen, aber auch sehr aggressiven Einsatz im Griff. In den zweiten 45 Minute gab es trotz dreier Wechsel nur noch eine gefährliche Chance für die Altmärker (Ouzmane/90.+1). Preussen dagegen traf durch Philipp Glase (57.) noch einmal und kam zum knappen 2:1-Sieg.

Stendal: Giebichenstein - Gebauer, Sommermeyer, Sikulskyi, Groß, Kühn, Erdmann, Schubert, Instenberg (77. Buschke), Nellessen (68. Guhla), Grempler (62. Ouzmane).

Schiedsrichter: Petri (Hohe Börde), Zuschauer: 364, Torfolge: 1:0 Erdmann (11.), 1:1 Röhl (23.), 1:2 Glase (47).