In der Fußball-Verbandsliga ist die Mannschaft von Lok Stendal am Sonnabend sehr unsanft auf dem Rasen des Oscherslebener SC gelandet. Dort gab es eine nicht erwartete 0:3-Niederlage für das Team von Trainer Körner.

Stendal l Nach dem Spiel verließ Sven Körner kommentarlos den Platz in der Schermcker-Straße in Oschersleben. Verständlich?

Ja, denn von der Ausgangsposition her hatte er sich etwas anderes vorgestellt. Es war allen klar, das der OSC aus einem anderen Holz geschnitzt ist, als die Gegner zuvor (Völpke und Schönebeck). So zu verlieren, passte aber einfach nicht. Na klar, die Ukrainer fehlten, Kühn ging leicht angeschlagen auf`s Feld, ansonsten war es das Beste, was die Altmärker zu bieten hatten.

Die Teams tasteten sich zunächst im Mittelfeld ab, dann gab es aber "Butter bei die Fische". Nach sieben Minuten die erste Schrecksekunde für die Altmärker. Eine scharfe Eingabe von links nahm Ahlemann volley und Giebichenstein konnte den Ball gerade noch über die Latte lenken. Nach weiteren drei Minuten waren die Gäste dran, aber der Schuss von Schubert traf nur die Lattenunterkante.

Gleich zu Beginn der zweite Halbzeit gab es Jubel der Stendaler Fans. Nach Freistoß von Erdmann aus halbrechter Position ließ Nellessen dem OSC-Keeper keine Chance und traf per Kopf. Leider wurde es wegen Abseits nicht gegeben.

Zwei Minuten später der Knackpunkt im Stendaler Spiel. Phillip Gross wurde im Strafraum gefoult, es gab Elfmeter. Franz Erdmann lief an und schob den Ball sanft in die rechte Ecke, wo der Torwart sozusagen schon auf den Ball wartete. Das war die Möglichkeit, zu diesem Zeitpunkt auch verdient, in Führung zu gehen.

Nunmehr kam es für sie ganz dick. Oscherslebens Timm Ahlemann überwand den Gästekeeper mit einem fulminanten Schuss aus 25 Meter - 1:0. Sieben Minuten später kam Zander durch einen gemeinschaftlichen Fehler von Grempler, Schubert und Giebichenstein an den Ball und brauchte ihn nur noch in das verwaiste Tor zum 2:0 zu schieben. Und aller "guten" Dinge waren drei, als in der 85. Minute Sacher per Konter über drei Stationen angespielt wurde und aus stark abseitsverdächtiger Position Stendals Torwart überwand.

Fazit: Stendal verliert, muss an Aggressivität und Passgenauigkeit noch zulegen und Erdmann muss wieder treffen.

Stendal: Giebichenstein - Gebauer, Sommermeyer, Gross, Schubert, Erdmann, Guhla (46. Buschke), Instenberg (82. N. Breda), Nellessen, Kühn, Grempler (90. Karaterzyan).

Zuschauer: 137, Schiedsrichter: Felkel (Salzwedel), Torfolge: 1:0 Ahlemann (57.), 2:0 Zander (71.), 3:0 Sacher (85.).