Am 10. Spieltag in der Fußball-Landesklasse, Staffel I, steht klar das Spitzenspiel Heide Letzlingen gegen Blau-Gelb Goldbeck im Fokus.

Stendal l Die Ostaltmärker, die bisher alle neun Spiele gewannen, haben ein Torwartproblem. Julius Merkel (Schiri-Lehrgang), Eric Treczoks (zum Studium in Stuttgart) und Sebastian Braune (an der Schulter verletzt) stehen alle nicht zur Verfügung.

"Wir werden nach einer Lösung suchen."

"Wir werden nach einer Lösung suchen", erklärt Goldbecks Trainer Andreas Kahlow, der davon spricht: "Wir spielen beim zukünftigen Aufsteiger." Fehlen kann eventuell auch noch Oliver Stachel, der sich beim Pokalspiel in Krevese verletzte. "Ich wünsche mir kein dramatisches, sondern ein gutes Spiel der Landesklasse. Unser Minimalziel ist ein Punkt", meint Kahlow. Egal, wie diese Partie auch ausgeht, Goldbeck wird Tabellenführer bleiben.

Bis auf zwei Punkte könnten die Letzlinger bei einem Sieg an den Spitzenreiter herankommen. "Das interessiert uns momentan allerdings nicht so wirklich. Dennoch wollen wir die Goldbecker ärgern und ihnen etwas abknöpfen, in welcher Form auch immer", verrät Heide-Co-Trainer Michael Friedrichs.

Zwar hat seine Mannschaft zwölf Treffer mehr als der direkte Kontrahent erzielt, doch defensiv haben die Blau-Gelben (fünf Gegentore) klar die Nase vorn. "Die sind nicht umsonst ungeschlagen. Da kommt eine Menge Qualität auf uns zu. Hinten sind sie dank ihrer Erfahrung sicherlich sehr gut geordnet", vermutet Friedrichs, der nicht mit dem verletzten Marcel Grabau planen kann. "Wir haben genügend Selbstvertrauen und wollen weiter in der Spur bleiben. Mauern werden wir ganz sicher nicht", gibt sich der Letzlinger Assistenztrainer kämpferisch.

Beim SSV 80 Gardelegen muss Aufsteiger SV Krüden/Groß Garz ran. In der Vorwoche hat es Gardelegen wieder erwischt. Nach einer Erfolgsserie setzte es eine 2:3-Niederlage in Havelberg. "Die wollen wir mit einem Heimsieg wieder wettmachen", spricht Gardelegens Trainer Norbert Scheinert Klartext. Die Rolandstädter stehen mit 16 Punkten nach wie vor auf einem guten fünften Tabellenplatz und gehen auf dem Papier als klarer Favorit in die Partie gegen den Drittletzten (sieben Zähler). "Die Aufsteiger sind immer schwer einzuschätzen. Ich habe gehört, dass Krüden/Groß Garz sehr körperbetont spielt. Wir müssen die Zweikämpfe annehmen, wollen aber auch spielerisch zum Erfolg kommen", so Scheinert. Ob Rafael Gritzner und Daniel Leberecht auf SSV-Seite mitwirken können, konnte der Coach noch nicht genau verraten.

Der Aufsteiger aus Ostaltmark hat bisher sieben Punkte geholt (zwei Siege, ein Unentschieden) und fährt als Außenseiter nach Gardelegen.

Rot-Weiß Arneburg tritt MTV 1880 Beetzendorf an. Die Elbestädter hatten zuletzt mit vielen personellen Problemen zu kämpfen. Nach guten Ergebnissen verloren sie in der Vorwoche 0:1 gegen Dobberkau. Dennoch haben sie natürlich als Rangvierter die Favoritenstellung in Beetzendorf inne.

Der MTV musste sich zuletzt Spitzenreiter Goldbeck unglücklich mit 1:2 geschlagen geben. "Da haben die Jungs richtig klasse gespielt", lässt Trainer Mayk Zürcher die Partie noch einmal Revue passieren. "Doch daran müssen wir anknüpfen und die Partie möglichst gewinnen. Alle Spiele, vielleicht abgesehen von dem in Uenglingen, waren bisher nicht schlecht, doch es fehlt fast immer etwas Zählbares", so Zürcher. Definitiv fehlt der verletzte Sebastian Eder, die Einsätze von Gordon Bock und Michael Peters sind noch mit dicken Fragezeichen versehen.

SV Preußen Dobberkau erwartet SV Eintracht Salzwedel. Die Ostaltmärker werden nach dem 1:0-Sieg in Arneburg mit viel Selbstvertrauen in diese Partie gehen. Mit Platz zehn sind sie derzeit der beste von den drei Aufsteigern. Auch die Salzwedeler stoßen in die Tabellenregion vor, in die sie auch hinwollen. "Die Mannschaft mit dem größeren Willen wird morgen als Sieger vom Platz gehen", mutmaßt Burghardt Schulze, der die langzeitverletzten Christian Minkus und Benjamin Wagner ersetzen muss.

Zum ostaltmärkischen Derby erwartet Germania Tangerhütte das Team von Medizin Uchtspringe. Nach gutem Start ist Germania bis auf Platz zwölf in der Tabelle abgerutscht. Besonders das letzte Heimspiel gegen Arneburg war ganz schlecht. Uchtspringe hat sich nach zwischenzeitlichem Tief wieder etwas gefangen.

Weiterhin empfängt der SSV Havelwinkel Warnau den Möringer SV. Die Ausgangslage dürfte klar sein. Auf dem heimischen Platz sind die Gastgeber sicherlich überlegen. "Von der Anzahl der Spieler sind wir besser als in der Vorwoche aufgestellt", sagte Möringens Co-Trainer Achim Rechenberg. Michael Blankau und Christoph Siegert sind wieder dabei. Fehlen werden Florian Renger und Stefan Bathke (Schule).

Ein weiteres Kreisderby heißt Viktoria Uenglingen gegen den FSV Havelberg. Die spielerischen Vorteile liegen klar bei den Gästen. Viktoria wird im heimischen Talkessel viel Kampf aufbieten müssen, um zu bestehen.

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