In der Fußball-Verbandsliga hat der 1. FC Lok Stendal am gestrigen Sonntag gegen den 1. FC Bitterfeld-Wolfen 4:2 (3:1) gewonnen.

Stendal l Am Ende gab es keine zwei Meinungen: der Stendaler Sieg war verdient und hätte noch viel höher ausfallen können (eigentlich müssen).

Die altmärkische Lok stand vom Anpfiff weg voll unter Dampf. Aggressives Pressing, Kampf um jeden Ball oder ständige Positionswechsel - die Gäste waren in den ersten Minuten geschockt und hilflos. Bereits in der 15. Minute eröffnete Niclas Buschke den Torreigen. Es folgte Angriff auf Angriff auf eine überforderte Bitterfelder Abwehr. Nach Vorlage von Vincent Kühn schoss Philipp Grempler freistehend vorbei. Doch bereits der nächste Stich saß. Kühn war im Nachstochern erfolgreich - 2:0 (16.).

Die Gästespieler schüttelten ungläubig den Kopf. Nach Flanke von Martin Gebauer, der auf der rechten Seite nie zu halten war, köpfte Benedikt Nellessen knapp drüber.

Der dritte Treffer lag förmlich in der Luft. Und fiel auch. Wieder tankte sich Gebauer auf rechts durch, den Ball nach seiner Flanke versenkte Kühn, dem damit ein Doppelpack gelang. Lok führte nach 23 Minuten schon 3:0. Den Gästen drohte ein Debakel.

Dass es nicht dazu kam, lag daran, dass Lok den Dampf etwas rausnahm und Bitterfeld auch am Spiel teilnahm.

Der erste Angriff war noch harmlos (Kopfball von Mathias Kuhlig), aber beim nächsten Versuch hatten die Gäste Erfolg.

Abwehrspieler Sven Heit, der zuvor von den altmärkischen Angreifern noch schwindlig gespielt wurde, traf per Kopf zum 3:1 (30.).

Lok schüttelte sich kurz und stürmte weiter. Grempler umkurvte einen gegnerischen Spieler und wurde schließlich von Raik Wawrzyniak im Strafraum gefoult. Klare Sache, Elfmeter. Kühn, der Spieler der ersten Halbzeit, verschoss jedoch.

Nach dem Wechsel war die Partie nicht mehr ganz so eindeutig. Lok hatte jedoch jede Menge Chancen auf den vierten Treffer. Grempler schoss knapp vorbei (47.), beim Kopfball von Nellessen rettet Wawrzyniak auf der Linie (58.) und beim Schuss von Kühn stand der Pfosten im Weg (65.). Als jedoch Wawrzyniak Kühn foulte, gab es - trotz heftiger Proteste der Gäste - erneut Foulstrafstoß. Franz Erdmann verwandelte diesmal sicher - 4:1 (70.).

Kurz vor Schluss gelang Sören Barabasch noch eine Ergebniskosmetik. Da waren die Bitterfelder nur noch zu zehnt, denn Marcus Plomnitzer sah nach einem groben Foulspiel am starken Moritz Instenberg die Rote Karte.

Am Ende freute sich Lok über einen jederzeit ungefährdeten Heimsieg, der eigentlich noch viel zu knapp ausfiel.

1. FC Lok Stendal: Giebichenstein - Erdmann, Gross (88. N. Breda), Gebauer, Instenberg, Nellessen (65. Schubert), Kühn (79. Liebisch), Buschke, Sommermeyer, L. Breda, Grempler.

1. FC Bitterfeld/Wolfen: Hahn - Trettner (85. Kunath) , Barabasch, Heit, Riediger (46. Röthling), Hebsacker, Kuhlig (46. Plomitzer), Scherz, Wawrzyniak, Mittelstädt, Gohla

Torfolge: 1:0 Niclas Buschke (15.), 2:0, 3:0 Vincent Kühn (16., 23.), 3:1 Sven Heit (30.), 4:1 Franz Erdmann (70., FE), 4:2 Sören Barabach (85.).

Schiedsrichter: Christian Naujoks (Magdeburg).

Zuschauer: 297.

Besondere Vorkommnisse: Kühn (Stendal) verschießt Strafstoß (44.), Rote Karte gegen Plomnitzer (Bitterfeld, 80., grobes Foulspiel).