Stendal (kst/ume) l Die Handballer des HV Lok Stendal sind nach einem 26:30 gegen Fortschritt Burg aus dem Nordcup ausgeschieden.

Die Partie begann verhalten. In der 8. Minute stand es 2:0 für den HV Lok. Bereits in dieser frühen Phase nahmen die Gäste aus Burg ihre Auszeit, die jedoch wenig bewirkte. Chris Rosentreter erhöhte in der 9. Minute auf 3:0, bevor die Burger in der 11. Minute ihren ersten Treffer erzielten. Die Stendaler hätten schon in diesen ersten zehn Minuten ihre durchaus vorhandenen Chancen besser nutzen müssen, um eine größere Differenz herzustellen. Aber etliche Fehlwürfe und "den Keeper berühmt geworfen" vereitelten das.

Bis zur 14. Minute war Stendal noch dreimal erfolgreich (Schumann, Hentschke und Rosentreter) Auch die Gäste wurden wacher: 6:4.

Dann erzielten die Burger drei Treffer in Folge. Folgerichtig nahm der Stendal seine Auszeit. Bis zum Pausenpfiff zeigte sie auch Wirkung: Den Gästen gelangen noch drei Treffer, die HVL-Spieler erzielten aber sechs. Halbzeitstand war dann 12:10. Torhüter Tobias Vogel hielt mit etlichen Paraden sein Team im Spiel.

Die Kabinenansage bei den Gästen schien sehr deutlich gewesen zu sein. Zunächst trafen Elsner und Tembe jeweils den Pfosten. In der 38. Minute hieß es plötzlich 13:13, weil das Heimteam so lange brauchte, um durch Hentschke das erste Tor der zweiten Hälfte zu erzielen. Bis zur 41. Minute wechselte die Führung noch zweimal, dann war Burg dreimal in Folge erfolgreich (15:18 , 44.). Danach versuchte Stendal krampfhaft das Ruder herumzureißen, aber überhastete Abschlüsse luden den Gegner zu Kontern ein.

Die schlechte Chancenverwertung führte schließlich zur 26:30-Niederlage und Ausscheiden aus dem Nordcup. Das Trainerduo Ziekau/Schulze sprach von einer indiskutablen Angriffsleistung. Schulze legte nach. "Wenn du vorne so viel wegwirfst, kannst du so ein Spiel nicht gewinnen."

HV Lok Stendal: Vogel - Schumann 2, Lemme, Leinung 5, Hepper 3, Sens, Rosentreter 7, Hentschke 3, Tembe 4, Elsner 2.