Die Mannschaft von Fußball-Verbandsligist Lok Stendal tritt auf der Stelle. Nach der 0:2-Heimniederlage am Sonnabend gegen den neuen Tabellenführer FSV Barleben bleibt es bei 15 eroberten Punkten und Platz zehn im Klassement.

Stendal l "Es wird schwer", meinte Barlebens Trainer Mario Middendorf unmittelbar vor der Partie beim 1. FC Lok Stendal im Stadion Am Hölzchen.

Lok musste gänzlich ohne den im Wochenverlauf im Training verletzten Philipp Grempler sowie ohne Niclas Buschke (Angina) auskommen. Franz Erdmann, der zuletzt arbeitsmäßig stark eingebunden war, saß zunächst auf der Bank.

Die Gäste fanden einen Hauch besser als Lok ins Spiel, das sie zweifelsfrei bestimmen wollten. Doch nach einer Viertelstunde gegenseitigen Beschnupperns war es der Gastgeber, der die Partie dominierte.

Kontrahent Barleben wurde mit guter Zweikampfführung und - bei hohem Tempo - einer geringen Fehlerquote durchaus in Schwierigkeiten gebracht. Besonders in der Offensive versagten die Barleber, brachten zunächst so gut wie keinen vernünftigen Angriff zustande. Lok erarbeitete sich Torchancen, die aber nicht unbedingt in die Kategorie "zwingend" einzuordnen waren. Der sich immer wieder vorn mit einbringende Mannschaftskapitän Philipp Groß köpfte das Leder in der 32. Minute aus guter Position über die FSV-Querlatte.

In der 41. Minute änderte sich das Spielgeschehen schlagartig. Nach Fehlern in der Lok-Zuordnung kam Barlebens Torjäger Christopher Kalkuschtke auf der Rechtsaußenposition frei an den Ball und beförderte ihn per Drektschuss in die lange Ecke des Stendaler Gehäuses - 0:1. Es war sein 15. Saisontor. Noch vor der Pause bekam die Gastgeber-Abwehr das Leder erneut nicht unter Kontrolle. Abwehrspieler Martin Gebauer beförderte es unglücklich ins eigene Tor - 0:2.

Angesichts der Stärke von Barlebens Defensive (nur zehn Gegentreffer) war den Lok-Verantwortlichen und Spielern klar, dass schon ein kleines Wunder nötig war, um wenigstens noch einen Punkt zu retten.

Die Gastgeber versuchten im zweiten Spielabschnitt ihr Bestes, um zu Treffern zu kommen. Gebauer, Groß, Vincent Kühn und Moritz Instenberg sorgten durchaus für einige Lücken im Gäste-Abwehrverbund, doch für einen Treffer reichte das nicht. Auf der anderen Seite rettete Lok-Keeper Bryan Giebichenstein bei einem Schuss von Marwin Potyka (83.) gekonnt.

Stendal: Giebichenstein - Gebauer, Sommermeyer, Sikulskyi, Groß, N. Breda (58. Erdmann), Schubert, Nellessen, Kühn, L. Breda (68. Guhla), Instenberg.

Zuschauer: 266, Referee: Tuchen (Bördeland), Tore: 0:1 Kalkutschke (41), 0:2 Gebauer (44./ET).