Man kann es drehen und wenden, wie man will, und es ist doch schon kurios. Den Saisonauftakt zur zweiten Halbserie der Verbandsligasaison 2014/15 haben die Kicker von Lok Stendal in den Sand gesetzt.

Stendal l In der vorgezogenen Partie gegen Barlebens FSV, zunächst bekanntlich für den 14. Dezember angesetzt, gab es eine 0:2-Heimniederlage.

"Wir haben bis zur 41. Spielminute ein starkes Spiel geboten, dann aber die zwei tödlichen Gegentreffer geschluckt. Einen Vorwurf bezüglich der Moral kann ich der Mannschaft nicht machen. Sie hat auch in der zweiten Hälfte super gekämpft", so Stendals Trainer Sven Körner.

Zwei Probleme brennen unter den Nägeln

Den Lok-Fans ist in diesem Heimspiel gegen einen zweifellos starken Gegner, dem man die Klub-Ausbildung im Nachwuchs deutlich anmerkte, nicht entgangen, dass die altmärkische Mannschaft derzeit zwei gravierende Probleme hat.

Einerseits "frisst" die Truppe einfach zu viele Gegentreffer. Die Statistik lügt nicht. In den bisherigen 13 ausgetragenen Punktspielen gelang es nur zweimal, und das gegen die Abstiegskandidaten TSV Völpke und Schönebecker SC, Gegentore zu vermeiden. Ansonsten gab es immer welche und oft genug waren Punktverluste damit verbunden. Die Lok-Abwehr "schwimmt", wenn sie hart geprüft wird, noch zu sehr.

Stürmer-Weggänge waren ein Verlust

Das zweite Problem ist der vorderste Bereich der Stendaler Offensive. Durch den Weggang von Juninho und Ouzmane sind in dieser Beziehung Lücken entstanden, die gegenwärtig, wie zum Beispiel in der deutschen Nationalmannschaft, durch zweifellos fähige Akteure wie zum Beispiel Benedikt Nellessen und Vincent Kühn ausgefüllt werden sollen. Das wird von den beiden genannten Akteure wie auch von Moritz Instenberg zweifellos ordentlich gemacht. In der Partie gegen Barleben schaltete sich auch der auf eine Sechser-Position gewechselte Mannschaftskapitän Philipp Groß in die Offensive ein.

In der Vorsaison aber war es gerade das Zusammenspiel der Mannschaft mit den gelernten Stürmern Juninho und Ouzmane, womit das Lok-Team die erfolgreichste Rückrunde aller Teams hinlegte. Daher sollte seitens Lok in jedem Fall in der Winterpause reagiert werden.

Noch fünf Punktebis zur Winterpause?

Drei Punktspiele haben die Lok-Kicker an den kommenden drei Wochenenden noch zu bestreiten. An den nächsten beiden Sonnabenden tritt die Mannschaft in Halle-Ammendorf und bei Romonta in Amsdorf an.

Am Sonntag, dem 7. Dezember, um 13 Uhr wird am Hölzchen das Heimspiel gegen den VfB Sangerhausen angepfiffen. Wie viele Punkte hat sich Lok-Trainer Sven Körner bis zur Winterpause noch vorgenommen zu holen? "Wir wollen nach dem Heimspiel gegen Sangerhausen bei 20 Punkten stehen", so der Coach. Das heißt nichts anderes, dass die Mannschaft am Ende zweimal remis spielt und eine Begegnung gewinnt. Mal sehen.