Heino Kühne hat nach dreieinhalb Jahren als Trainer beim SSV Havelwinkel Warnau aufgehört. Er wechselt in der Winterpause zum Möringer SV (beide Landesklasse). Sportredakteur Frank Kowar sprach mit dem Übungsleiter.

Volksstimme: Herr Kühne, warum haben Sie das Traineramt beim SSV Havelwinkel Warnau abgegeben?

Heino Kühne: Nach dreieinhalb Jahren gab es für mich Anzeichen, dass es zwischen mir und der Mannschaft nicht mehr vernünftig läuft. Wir haben in dieser Saison viel vorgehabt, jetzt sind wir von diesen Zielen meilenweit entfernt. Das muss man klipp und klar sagen. Da ist es für mich sinnvoll, wenn man sich vernünftig trennt, als wenn man da noch ein halbes Jahr künstlich in die Länge zieht. Das wäre mir und dem Verein gegenüber nicht fair gewesen. Deshalb habe ich zum Verein gesagt, dass es besser ist, wenn man sich trennt. Es wäre falsch gewesen weiterzumachen. Da muss man schon den Schlussstrich ziehen.

Ihr neues Engagement in Möringen hatte also mit dem Schluss in Warnau nichts zu tun. Oder?

Da wurde in der vergangenen Zeit viel Quatsch erzählt. Als ich das erste Mal gesagt habe, dass es wohl besser ist, wenn ich gehe, da war Rico Matschkus (danach folgte Anfang Oktober bis zur Winterpause Olaf Harfenmeister, Anm. d. Red.) noch in Möringen Trainer.

Was bleibt aus Ihrer Warnauer Zeit jetzt hängen?

Es ist für mich eine wahnsinnig wunderschöne Zeit gewesen, die ich nie vergessen werde. Solche Leute und solche Fans zu verlassen, ist natürlich schwer. Es hat alles gepasst.

Was war besonders positiv?

Das erste Jahr war besonders schön, sofort in die Landesklasse aufzusteigen und dann die Mega-Party. Nach dem ersten Landesklassenjahr hat uns mit Marco Bertram leider ein guter Spieler verlassen, das haben wir nicht kompensiert.

Und was war in den dreieinhalb Jahren negativ?

Schade, dass es für das Kreispokal-Endspiel in der Vorsaison nicht gereicht hat. Die Niederlage im Halbfinale in Tangerhütte war der bitterste Niederlage, die ich einstecken musste. Wir hatten uns das Endspiel vorgenommen, aber in den Pokalspielen war bei uns immer der Wurm drin.

Jetzt folgt das Traineramt beim Möringer SV. Haben Sie den Schalter schon umgelegt?

Noch nicht so richtig. Ich muss jetzt erst einmal drei, vier Wochen abschalten.

Was sind die Ziel mit dem MSV?

Wir müssen so schnell wie möglich die Punkte holen, damit man nichts mehr mit dem Abstieg zu tun hat. Ich glaube, dass das noch ganz schwer wird, aber für alle Mannschaften, die da unten stehen. Außer Uenglingen, da glaube ich, da können wir einen Haken dahinter machen. Danach wird es ganz, ganz eng. Wir müssen vernünftig aus der Winterpause kommen und schnell unsere Punkte holen.