In der 1. Handball-Nordliga haben die Männer des gastgebenden HV Lok Stendal gestern einen 36:33-Arbeitssieg gegen den BSV Magdeburg III erreicht. Dadurch haben die Altmärker ihren deutlichen Vorsprung an der Tabellenspitze verteidigt.

Stendal l Vorn vornherein war in dieser Partie deutlich zu sehen, dass es alles andere als ein Spaziergang für die Gastgeber geben würde.

Bis zum Zwischenstand von 4:4 legten stets die Gäste Treffer vor, Stendals Team glich immer aus und ging in der sechsten Spielminute durch Fabian Hepper erstmals in Führung - 5:4. Es blieb eng, denn die Magdeburger hatten durch John Bade einen exzellenten Spieler in ihren Reihen, der in früheren Serien auch schon in der Sachsen-Anhalt-Liga zum Einsatz gekommen war.

Zweimal gelang es den Stendalern in der ersten Halbzeit, größere Vorsprünge zu erzielen, ein 16:13 in der 23. Minute und zur Halbzeitpause ein 21:17.

Zwischenzeitlich glichen die Landeshauptstädter zum 16:16 aus, weil die Stendaler klarste Chancen nicht nutzten.

In der Halbzeitpause wechselte der BSV seinen Torhüter. Der neue Mann lief zur Hochform auf und forderte die Stendaler Angreifer mehr, als denen lieb war. Dennoch gelang es Chris Rosentreter, in der 36. Spielminute auf 25:19 zu erhöhen. Das aber war keineswegs eine Vorentscheidung in dieser Begegnung.

Magdeburgs Mannschaft blieb dran. Immer wieder bekam der nicht konsequent genug attackierte Bade den wenigen Raum, den er für seine gefährlichen Aktionen benötigte. Der BSV ließ sich nicht weiter abschütteln, sondern kämpfte sich wieder heran. Nach einem zwischenzeitlichen 30:26 (47.) hieß es sechs Minuten vor dem Spielende 32:32. Da schrillten die Alarmglocken beim Gastgeber. Der wusste, was jetzt nötig war - hoch konzentriert zu spielen und zu vollenden.

"Verdient hat sich die Mannschaft den Sieg allemal"

Jörg Schulze (Trainer HV Lok Stendal)

Das tat er dann aber auch. Eric Leinung, Tom Schumann, Chris Rosentreter und Fabian Hepper warfen schließlich die entscheidenden Treffer in dieser nicht einfachen Begegnung.

Jörg Schulze, zusammen mit Frank Ziekau Trainer der Stendaler, resümierte nach der Begegnung: "Dass wir auf einen sehr spielstarken Kontrahenten treffen würden, war uns klar. Er hat unser Tempo mitgespielt und wir haben ihn teilweise durch schlechte Chancenverwertung aufgebaut. Verdient hat sich die Mannschaft den Sieg aber allemal."

Stendal: Kurze, Vogel - Hentschke 2, Hepper 2, Schumann 9, Tembe 3, Stephan 1, Rosentreter 11, Sens, Hornuff 1, Elsner 2, Lemme, Leinung 3.