Am ersten Rückrunden-Spieltag in der Sachsen-Anhalt-Liga haben die beiden darin vertretenen Mannschaften der SG Seehausen erneut jeweils Auswärtsaufgaben zu bestreiten. Insbesondere die Damen aus dem Wischestädtchen sind in Bernburg Außenseiterinnen.

Von Wolfgang Seibicke

Seehausen l In der Sachsen-Anhalt-Liga der Handballmänner und -frauen ist Saison-Halbzeit.

Bei den Männern hat der aktuelle Landesmeister SV Langenweddingen (20:4 Punkte) die Führung übernommen. Zuletzt gelang den Börde-Handballern ein 27:31-Auswärtssieg beim vermeintlich stärksten Konkurrenten um die Meisterschaft, dem HSV Magdeburg. Nunmehr sind erst einmal die TSG Calbe (21:5) und die SG Kühnau (18:6) die ärgsten SVL-Verfolger.

Die Mannschaft der SG Seehausen ist mit 8:18 Punkten Zehnter des Klassements und muss sich, wie in den letzten Serien immer, nach unten orientieren. Auf Abstiegsplätzen liegen derzeit Germania Borne (5:21) und die HSG Wolfen (6:20).

Am morgigen Sonnabend wird die Mannschaft aus der nördlichen Altmark von Schlusslicht Borne empfangen. Der Gastgeber hat im neuen Jahr offensichtlich auch neuen Mut im Kampf gegen den Abstieg gefasst. Am vergangenen Wochenende hat Germania nämlich einen haushohen 34:23-Heimsieg gegen die unmittelbar vor ihnen stehenden Wolfener herausgeholt.

Die SG Seehausen hatte zuletzt auswärts für knappe Ergebnisse gesorgt. Kurz vor den Feiertagen gelang ein 25:24-Sieg beim Drittletzten HBC Wittenberg, im ersten Spiel 2015 wurde bei Aufsteiger Eintracht Gommern mit 30:32 verloren.

Kramer und Cornehl kehren ins Team zurück

Zurück zum morgigen Spiel in Borne. Den Gastgeber hatten die Wischestädter im Hinspielmit einer souveränen Leistung 29:22 bezwungen.

Natürlich wird das Rückspiel spannender werden. Dabei müssen die Wischestädter weiter auf den verletzten Benjamin Mittag verzichten. Der im letzten Match in Gommern bei der SG mitwirkende Christian Werneke steht für das Spiel in Borne ebenfalls nicht zur Verfügung. Dagegen sind die zuletzt fehlenden Sebastian Kramer und Daniel Cornehl morgen einsatzbereit.

In der höchsten Spielklasse des Landes hat bei den Frauen ein Magdeburger Duo die Führung inne. Der HSV (20:2) liegt vor dem FSV (18:4). Dahinter sind die in dieser Serie richtig starken Oebisfelderinnen (17:5) angesiedelt.

Seehausens Frauen (3:19) sind Vorletzter und damit natürlich arg abstiegsbedroht. Nach der kürzlichen 21:24-Auswärtsniederlage beim VfL Gräfenhainichen hat sich im Klassement nach oben hin eine größere Lücke aufgetan.

Morgen treten die Altmärkerinnen beim Tabellenneunten Anhalt Bernburg (8:14) an. Gegen diese Mannschaft verloren sie im Hinspiel im September 2014 mit 20:27. Die Wischestädterinnen wissen selbst zur Genüge, dass sie ihre Fehlerquote drastisch reduzieren müssen.