Umar Chentiev vom RV Stendal hat sich in Plauen den Vizetitel bei den Mitteldeutschen Meisterschaften im Ringen gesichert.

Plauen/Stendal l Am vergangenen Sonnabend fanden die Offenen Mitteldeutschen Meisterschaften der Junioren und B-Jugend in Plauen statt. Über 150 Ringer aus vielen Teilen Deutschlands waren ins Voigtland gereist, um die Besten unter sich zu ermitteln. Umar Chentiev vom RSV Stendal 07 erkämpfte sich eine Silbermedaille und war natürlich sehr stolz darauf.

"Umar hat ohne Angst gerungen."

Die Mitteldeutschen Meisterschaften sind seit einigen Jahren als Offene Turniere ausgeschrieben. Somit können sie von vielen Athleten als Standortbestimmung vor den nationalen Titelkämpfen benutzt werden.

Die Chance wollten sich 153 Ringer aus Mecklenburg-Vorpommern, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt nicht nehmen lassen. So reiste auch der RSV Stendal 07 nach Plauen. Umar Chentiev qualifizierte sich als Landesmeister für diesen Wettkampf. Er traf auf starke Konkurrenz, zumal er im ersten Jahr bei der B-Jugend antritt. Als C-Jugendlicher heimste der Altmärker bereits drei Titel als Mitteldeutscher Meister ein. Dadurch ging er überaus motiviert in das Turnier.

Fünf Gegner trugen sich in die Turnierlisten in der Gewichtsklasse bis 34 Kilogramm ein. Somit wurde im nordischen Stil "Jeder gegen jeden" gerungen.

Im Auftaktkampf zögerte Chentiev nicht lange. Er machte einen Beinangriff und schulterte Saluev Zibulkhar (1. Luckenwalder SC). Im nächsten Kampf tat er das Gleiche mit Yann Deutschmann, ebenfalls vom 1. Luckenwalder SC. Johnny Uhlig (RSK Gelenau) stand als nächster Gegner fest. Souverän überblickte der Stendaler das Kampfgeschehen und nutzt seine Chance.

Damit erkämpfte er sich einen weiteren Schultersieg. Der Titelaspirant Turpal Arsanov (1. Luckenwalder SC) stand in der vierten Auseinandersetzung in der anderen Mattenecke. Beide Sportler belauerten sich taktisch zu Beginn der ersten Runde. Chentiev punktete, aber der Brandenburger setzt auch Techniken um. Am Ende erklärte der Kampfrichter den Stendaler zum Verlierer nach Punkten. Im letzten Kampf traf Chentiev auf den Hamburger Jonas Kock. Mit schönen Take-Downs erkämpfte sich der Altmärker mehrmals die Beherrschung in der Bodenlage. Am Ende siegte er nach Punkten. Als Endresultat wurde Chentiev die Silbermedaille und damit der Titel des Vize-Mitteldeutschen Meisters verliehen. Mit seiner Leistung hat der Stendaler zum zweiten Platz von Sachsen-Anhalt in der Länderwertung beitragen.

Chentiev stand während des Wettkampfs sein Trainer Thomas Feindt mit Rat und Tat zur Seite. Nach dem Turnier bewertete Feindt die gezeigte Leistung seines Schützlings sehr positiv: "Im ersten Jahr in der neuen Altersklasse hat man es richtig schwer. Umar hat ohne Angst gerungen. Er konnte sich sogar so gut präsentieren, dass mehrere Trainer von Sportschulen auf ihn aufmerksam geworden sind."

Zwei weitere Stendaler waren auch auf den Matten aktiv. Die Kampfrichter Tim Jacobs und Christoph Krumrey wurden beim Drei-Mann-Kampfgericht für den Landesringerverband Sachsen-Anhalt eingesetzt.