Der FSV Saxonia Tangermünde hat in der Fußball-Landesliga am Sonnabend das altmärkische Derby gegen den TuS Schwarz-Weiß Bismark 1:0 (0:0) gewonnen. Schütze des goldenen Tores war Martin Gödecke.

Tangermünde l Dass diese Partie überhaupt stattfand, war auch den vielen unermüdlichen Helfern zu verdanken, die den Platz von Schnee und Eis befreiten. Auch die Saxonia-Spieler hatten in ihren Trainingseinheiten fleißig mitgeholfen.

Das letzte Wort hatte dennoch Schiedsrichter Mike Weiß (Sülzetal), der den Platz zum Unmut der Bismarker schließlich als spielfähig erklärte.

"Ich hätte mich schon geärgert, wenn die Plackerei umsonst gewesen wäre."

"Wir haben hier zwei Tage am Platz gearbeitet. Ich hätte mich schon geärgert, wenn die Plackerei umsonst gewesen wäre", sagte Tangermündes Keeper Ingo Arndt, der leicht angeschlagen in Zivil das Spiel verfolgte. Im Tor stand Thomas Schreiber.

Ganz klar, der Untergrund im Stadion Am Wäldchen war nicht optimal, so dass ein technisch gutes Spiel kaum zu erwarten war.

Der Gastgeber spielte mit Daniel Gassel als Libero und mit zwei Spitzen. Logisch, schließlich war Andy Borchert, der extra aus Leipzig kam, das erste Mal bei den Elbestädtern dabei.

Die Gäste aus Bismark agierten mit ihrer gewohnten Abwehrkette. Vorn wirbelte Carlo Rämke, der am Freitag seinen 28. Geburtstag feierte.

Im Spiel war sofort zu merken, dass der Druck auf Seiten von Saxonia lag. Die Platzherren begannen forsch und wollten schnell Akzente setzen.

Die erste dicke Chance hatte Jonas Lehmann, der plötzlich frei stand. Sein Schuss wurde aber abgeblockt (7.). Die Bismarker spielten wesentlich ruhiger von hinten heraus.

Auch sie hatten zwei Möglichkeiten, erst vergab Christoph Grabau (10.) und bei einer Kopfballverlängerung von Steffen Rogge hatten die Bismarker den Torschrei schon auf den Lippen.

Christoph Miedreich klärte aber noch auf der Linie (12.). Danach verflachte die Partie. Keine Mannschaft wollte auf dem schwierigen Untergrund einen Fehler machen. Vorsicht war die Mutter der Porzellankiste. Oft wurden die Bälle von hinten herausgeschlagen. Gegen Ende der ersten Halbzeit hatten Martin Gödecke, Michael Fraaß und Florian Guhla kleinere Chancen, aber es stand nach 45 Minuten 0:0.

Nach dem Wechsel blieb es ein ähnliches Spiel. Bismark verbuchte die erste Möglichkeit, aber Schreiber rettete gegen den durchgebrochen Rämke (57.).

Auf der Gegenseite setzte Fraaß zu einem Solo an. Er wurde abgeblockt. Den Ball schnappte sich jedoch Gödecke, der einige Gegenspieler düpierte und abzog. Das Leder zappelte im Netz. Saxonia führte vor 123 Zuschauern 1:0 (60.).

Kurz darauf hatte der eingewechselte Marcus Preuss die Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen. Er traf mit seinem ersten Ballkontakt das Leder freistehend, aber Christoph Strauer im Bismarker Tor reagierte prächtig (69.).

Die dickste Szene zum Ausgleich hatte Rämke, der den Ball nach einem Freistoß an den Pfosten setzte.

Zum Schluss warfen die Gäste alles nach vorn, aber Saxonia rettete den knappen Erfolg über die Ziellinie.

Bitter für Tangermünde: In der letzten Szene verletzte sich Marcel Werner schwer am Knie und Miedreich, der meckerte, sah die Ampelkarte.

Tor: 1:0 Martin Gödecke (60.).

Schiedsrichter: Mike Weiß (Sülzetal) Assistenten: Marcel Hosenthien, Mario Lach.

Besondere Vorkommnisse: Gelb Rote Karte gegen Miedreich (Tangermünde, 90.+2)..

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