In der Fußball-Verbandsliga hat die Mannschaft von Lok Stendal im zweiten Pflichtspiel des Jahres 2015 den zweiten Sieg eingefahren. Im Heimmatch gegen IMO Merseburg hieß es am Ende 1:0 für die Altmärker.

Von Wolfgang Seibicke

Stendal l In der Aufstellung des Auswärtsspiels beim HFC II ließ Lok-Trainer Sven Körner seine Elf gestern ins Stadion Am Hölzchen laufen. Sein Vertrauen in die Mannschaft war groß, und sie rechtfertigte das auch, besonders in der ersten Halbzeit.

Die erste Viertelstunde der Partie war davon geprägt, dass sich die beiden Kontrahenten praktisch im Mittelfeld neutralisierten. Die taktischen Konzepte griffen insofern, dass dem Kontrahenten zunächst einmal bereits der Ansatz, Chancen zu erarbeiten, verwehrt wurde.

Das änderte sich allmählich. In der 18. Minute besaßen die Merseburger die ersten Torchance. Das Leder strich jedoch am Lok-Kasten vorbei ins Aus.

Drei Minuten später jubelten die Lok-Anhänger. Vincent Kühn spielte einen richtig starken Steilpass auf den durchlaufenden Benedikt Nellessen. Der trickste noch IMO-Keeper Christian Bölke aus und vollendete zur 1:0-Führung seiner Mannschaft. Der Gastgeber drehte jetzt weiter auf, setzte IMO gewaltig unter Druck und besaß weitere Torchancen, unter anderem für Nellessen, Kühn und Niclas Buschke.

Bei einer Möglichkeit von "Bene" Nellessen war der Torschrei bereits in aller Fan-Münder, doch das Leder, geflankt von Martin Gebauer, sauste bei Nellessens Schuss an den Gäste-Querbalken.

Als die Merseburger praktisch mit dem Halbzeitpfiff ihren Spieler Richard Seidlitz verloren (Rot wegen Nachschlagens) , wähnten sich viele Besucher bereits sicher, dass der Drops in dieser Partie gelutscht ist.

"Haben die erste halbe Stunde verschlafen"

Doch die nunmehr zehn Merseburger beschäftigen die nicht immer sattelfest wirkende Lok-Deckung in der zweiten Halbzeit intensiver, als der lieb war.

Der Gastgeber besaß Konterchancen, die er jedoch nicht nutzte. Deshalb gab es erst nach dem Schlusspfiff ein kollektives Aufatmen der Lok-Fans.

"Wir haben die erste halbe Stunde verschlafen", ärgerte sich IMO-Keeper Bölke, der bekanntlich auch schon das Lok-Tor hütete.

Stendal: Giebichenstein - Gebauer, Sikulskyi, Erdmann, N. Breda (89. Marhold), Instenberg, Buschke, L. Breda (62. Groß), Nellessen, Kühn (88. Karaterzyan), Grempler.

Zuschauer: 230, Schiedsrichter: S. Tuchen (Bördeland), Tor: 1:0 Nellessen (21.).