In der Fußball-Verbandsliga steht für den 1. FC Lok Stendal das zweite Heim-Pflichtspiel des Jahres 2015 auf dem Plan. Kontrahent ist die Mannschaft von Dessau 05. Das Match findet am Sonntag ab 14 Uhr statt.

Stendal l Die gastgebende Lok-Elf hat im Dezember 2014 mit einem 1:0-Heimsieg gegen den VfB Sangerhausen eine Serie gestartet, die nunmehr vier Dreier umfasst.

Damit haben sich die Altmärker auf den siebenten Platz nach vorn gearbeitet und 30 Punkte auf ihrem Konto. Kontrahent Dessau 05 ist derzeit Zwölfter des Klassements, besitzt 20 Zähler.

Doch auch die Dessauer haben ihre Positiv-Serie. In den letzten sechs Spielen wurden insgesamt 14 Punkte geholt. Die Muldestädter gewannen in Völpke (1:0), gegen Schönebeck 5:1 und 7:0 beim 1. FC Bitterfeld-Wolfen. Nach der Winterpause folgten zwei Nullnummern gegen Arnstedt und in Haldensleben. Letzte Woche gab es schließlich ein 1:0 gegen Amsdorf.

Fakt ist, die Dessauer haben in der Winterpause ganz offensichtlich sehr intensiv an ihrer Defensivarbeit gebastelt und das mit unverkennbarem Erfolg. Durchaus wahrscheinlich ist, dass die Gäste am Sonntag im Stadion Am Hölzchen Beton in der Abwehr anrühren und über Konter den Weg zum Erfolg suchen.

Sicher ist, dass in diesem Spiel entweder die Siegesserie von Lok oder die Ungeschlagen-Serie der Gäste reißt. Im Hinspiel gab es in Dessau ein 1:1. Schlechte Erinnerungen daran hat sicherlich Loks Franz Erdmann, der in den letzten Minuten das Leder in der eigenen Abwehr vertändelte und so den späten Dessauer Ausgleich einleitete.

Die Lok-Elf will am Sonntag gewinnen. Davon unabhängig ist Trainer Sven Körner mit dem derzeitigen Auftreten seines Teams sehr zufrieden: "Ein Kompliment an die Mannschaft. Der Wille, den die Jungs an den Tag legen, ist höher einzuschätzen als jedes Ergebnis."

Große Personalprobleme hat der Lok-Coach derzeit nicht. Andreas Sommermeyer steuert auf eine allmähliche Rückkehr ins Team zu. Allerdings hat der zuletzt beim MSV Preussen verletzt ausgeschiedene Vincent Kühn in dieser Woche nicht trainieren können. Die Entscheidung, ob er spielt, fällt kurzfristig.

Schiedsrichter der Partie ist Michael Damke aus der westlichen Altmark.

Wenn die Plätze am Hölzchen gesperrt sind, und das war zum Beispiel in der vergangenen Woche der Fall, dann behelfen sich die Lok-Kicker neuerlich mit dem Training auf dem Kunstrasen-Areal des Fachhochschul-Campus an der Osterburger Straße. Das von der Hochschule gemietete Feld hat zwar nur die Ausmaße einer Handball-Spielfläche, erfüllt den Zweck eines Ausweich-Trainings aber in vollem Maße. "Ein größeres Kunstrasenfeld in Stendal würde allen Vereinen der Region zugute kommen", so Sven Körner.

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