Rot-Weiß Arneburg steht im Endspiel des Fußball-Altmarkpokals. Im Halbfinale setzte sich das Team von Trainer Mario Forstreuter am Sonnabend sicher 3:0 (2:0) bei Bismarks Reserve durch.

Bismark l Jubel auf der einen und Trauer auf der anderen Seite. Der Traum vom "Finale dahoam" ist für die Bismarker geplatzt. Vielleicht war der Druck für das junge Kreisoberliga-Team, das aber von der ersten Mannschaft personell unterstützt wurde, zu hoch.

Vom Anpfiff weg war der Landesklassen-Vertreter aus Arneburg hellwach. Bereits in der fünften Minute beendete Stefan Boy seinen Sololauf mit der 1:0-Führung. Damit drückte er dem Spiel sofort den Stempel auf. Bismark wollte die Initiative ergreifen, blieb aber vor dem gegnerischen Tor erschreckend harmlos. Da spielten die Gäste mit dem 1:0 im Rücken wesentlich cooler. Nach einem Schuss von Christian Nix hatte Stefan Haupt per Kopfball im Nachsetzen die Chance zum 0:2. Der Ball ging knapp drüber. Weitere Möglichkeiten durch Nix (Schuss, 34.) oder Haupt, der nach einem Solo noch abgeblockt wurde (36.), verpufften. Es schien, als ginge es mit dieser 1:0-Gästeführung in die Pause. Einem war das zu wenig: Christopher Bünnig. Mit einem Sonntagsschuss traf er kurz vor dem Wechsel ins obere Toreck. Unhaltbar. Die Vorentscheidung.

Nach dem Wechsel gab es fast immer ähnliche Szenen. Bismark versuchte alles, um Chancen zu kreieren, aber die Arneburger Abwehr stand ganz sicher. Ein Kopfball des agilen Tobias Rogge (60.) war da die einzige nennenswerte Angriffsaktion. Die Konter der Gäste waren wesentlich gefährlicher. Nach einem dicken Fehler der zentralen TuS-Abwehr eroberte Boy das Leder. Er zog unwiderstehlich in den Strafraum und vollendete geschickt - 0:3 (79.). Das war dann auch die endgültige Entscheidung. Ein Aktion war noch bemerkenswert. In der 83. Minute schoss der eingewechselte Max Voigt auf das Arneburger Tor. Das war der erste (und auch einzige) Schuss, den die Bismarker auf das gegnerische Tor abfeuerten. Ein Beweis für die Überlegenheit der am Sonnabend klar besseren Gäste. "Wir haben ja auf unser eigenes Tor mehr geschossen, als auf das der Arneburger", meinte Bismarks Trainer Jens Knoblich, der den Sieg der Gäste neidlos anerkannte.

Am Ende jubelten die Arneburger, die zum Finale am 20. Juni ins Bismarker Waldstadion zurückkehren werden.

TuS Bismark II: Bauer - Becker, Neumann, Franke (70. Richen), Knoblich, Heidrich (50. Bonatz), Fichte (46. Voigt), Metzger, Begner, Rogge, Bartsch.

Arneburg: T. Maier - Kiefel, Kubitza, Nix, Wiechmann, Pawellek, Bünnig, Haupt 88. J. Maier), Gralow (78. Becker), Boy (85. Weidebach), Winkelmann.

Torfolge: 0:1 Stephan Boy (5.), 0:2 Christopher Bünnig (43.), 0:3 Boy (79.).

Schiedsrichter: Dustin Leske, Assistenten: Björn Kleinschmidt, Pascal Bergmann

Zuschauer: 142.