Bislang Unbekannte haben über die Osterfeiertage die beiden Kassenhäuschen auf der Stadtseite des Stendaler Stadions Am Hölzchen beschmiert und damit einen nicht gerade billigen Sachschaden angerichtet.

Stendal l FCM ist dort in blauer Schrift mehrfach auf die Wände der beiden Häuschen gesprüht worden. Außerdem heißt es "Lok töten". Dazu gibt es noch Schmierereien auf den Fensterscheiben der Gebäude.

Margit Bubke von der Lok-Geschäftsstelle konnte angesichts der wahrlich sinnlosen Aktion (zum FCM hat Lok nun schon seit über einem Jahrzehnt keinen echten Bezug mehr) nur mit dem Kopf schütteln und bemerken: "Das zu entfernen, wird nicht billig."

Das Lok-Verbandsligateam operierte am Dienstag im Test gegen Blau-Gelb Goldbeck (Landesklasse) mit einer Dreier-Abwehrkette und spielte mit Ausnahme des verhinderten Vincent Kühn (Studium) in Bestbesetzung. Goldbeck spielte als klarer Außenseiter mit zwei Viererketten und erwies sich als ein ausgesprochen starker Kontrahent, der dem Gastgeber das Leben besonders in der ersten Halbzeit äußerst schwer machte. In den ersten 45 Minuten besaßen die Gäste durch St. Huth (18., 32.) sowie Klautzsch (36.) sogar die besseren Einschuss-Chancen.

In Führung ging jedoch Lok, und zwar durch Nellessen, der das Leder in der letzten Minute der ersten Halbzeit gekonnt flach ins rechte untere Ecke des Gästegehäuses schlenzte.

In der Halbzeitpause fauchte Stendals Trainer Sven Körner sein Team förmlich an. Er war völlig unzufrieden mit der bis dahin gezeigten Leistung. "Die Mannschaft hat zuvor vier Tage frei gehabt. Das merkte man ihr an. Goldbeck war aber auch ein ganz starker Gegner. In der zweiten Hälfte haben wir aber dann endlich eine positive Aggressivität versprüht", bemerkte der Stendaler Trainer.

Gleich zu Beginn der zweiten 45 Minuten machte der Gastgeber entschieden mehr Druck und erhöhte durch Grempler und Nils Breda auf 3:0. In den letzten fünf Spielminuten gab es drei weitere Lok-Treffer, die das Ergebnis etwas zu hoch ausfallen ließen. Lok spielt am Sonntag daheim gegen den TSV Völpke.

Kontrahent Goldbeck hat es einen Tag zuvor mit Gastgeber Germania Tangerhütte zu tun. "Der Test bei Lok war ein sehr gutes Trainingsspiel für uns. Wir versuchen daran anzuknüpfen und wollen im Punktspiel endlich wieder einmal ein Erfolgserlebnis landen", so Goldbecks Trainer Andreas Kahlow.

Lok Stendal: Giebichenstein - Gebauer, Sikulskyi, Sommermeyer, Erdmann, Schubert, Liebisch, Instenberg, Nellessen, Buschke, Grempler (Ziesmann, N. Breda, L. Breda, Ph. Groß, Abu Cham, Karaterzyan, Wagner).

BG Goldbeck: Braune (Merkel) - Kottke, Wehrmann, D. Groß, Prigge, Bethge, Doogs, Müller, St. Huth, P. Huth, Klautzsch, Voß, Baumann, Lauck.

Schiedsrichter: Fettback, Zuschauer: 45, Torfolge: 1:0 Nellessen (45.) 2:0 Grempler (47.), 3:0 N. Breda (53.), 4:0 L. Breda (86.), 5:0 Nellessen (88.), 6:0 Erdmann (90.).

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