Stendal l Glaubt man dem Wetterbericht, herrschen am morgigen Sonnabend im Stendaler Stadion "Am Galgenberg" zum 33. landesoffenen Werfertag des Stendaler LV optimale Bedingungen. "Unter diesen Umständen sind sicher zahlreiche Bestleistungen möglich", äußert sich SLV-Vizepräsidentin Conny Gebert, die auch die Wettkampfleitung inne hat, optimistisch.

166 Teilnehmer aus 15 Vereinen werden erwartet. Der 33. Werfertag des Stendaler LV wird aber getrübt, denn der Verein trauert um seinen Sportfreund Werner Hamacher, der am Montag im Alter von 63 Jahren verstorben ist. Werner war einer der aktivsten Mitglieder des Vereins, der vom 1. bis 32. Werfertag dabei war. Viele Siege hat er errungen, den Kampf gegen eine tückische Krankheit konnte er leider nicht gewinnen. In der Leichtathletik hat Werner Hamacher mit seiner immer netten Art und seinen Leistungen Zeichen gesetzt. Im Präsidium und in seinem Seniorenteam wird Werner unvergessen bleiben.

Bereits um 9:30 Uhr ist am Sonnabend Wettkampfbeginn in den Wettbewerben Kugel, Diskus, Speer sowie Ballwurf. Mit Lars Zerbster (Haldensleben) U 20, Bestleistung Kugelstoßen 15,10 Metern, und Giuliano Rösler (Teutschenthal) U 18, Bestleistung im Hammerwurf 55,43 Meter, stehen zwei hoffnungsvolle Nachwuchstalente im Ring.

Aber im Mittelpunkt wird wohl der frisch gebackene zweifache Hallen-Europameister von Torun 2015, Lothar Huchthausen aus Arneburg, stehen. Bei den Deutschen Meisterschaften in Erfurt übertraf der nun 80-jährige die Weltrekordweite im Speerwurf seiner Altersklasse, aber da war er international noch in der M 75 am Start, und in Torun warf er mit dem 400 g Speer immerhin mit 38,74 Metern einen neuen Europarekord.

Stimmt die Wettervorhersage für den 11. April (13 Uhr), könnte das mit dem Weltrekord (39,06 Meter) klappen. Nicht nur Lothar Huchthausen wird am Sonnabend für unseren Freund Werner Hamacher werfen.