Durchaus zufriedenstellend sind die diesjährigen Hallenlandesmeisterschaften in der Leichtathletik der Jugend U 20, U 18 und der Schüler U 16 aus Gardelegener Sicht in Halle verlaufen.

Gardelegen l Auch wenn es durch den Abgang einiger Wurftalente in den vergangenen Jahren an die Sportschulen unseres Landes erstmalig keine Teilnahme an einem Winterwurfwettbewerb zu verzeichnen galt, ist dieses als Chance zu kompensieren.

Mit Julius Thürich und Tim Muschinski stellen die Gardelegener aber zwei neue Einzeltitelträger in der männlichen Alterklasse U 18.

Thürich überzeugte im Dreisprungwettbewerb mit hervorzuhebenden 12,32 Meter, gewann mit gut einem Meter Vorsprung deutlich vor der Konkurrenz und freute sich über seine persönliche Bestleistung.

Muschinski nahm dagegen zum ersten Mal an einem 400 Meter Rennen teil, blieb mit zeitlichen Reserven am Ende eines langen Wettkampftages aber gleich unter 60 Sekunden und freute sich ebenfalls über Gold. Zuvor hatte er bereits im Hochsprungwettbewerb wie auch sein Vereinskamerad Fabien Knipp die Norm für die Mitteldeutschen Meisterschaften mit übersprungenen 1,75 Meter geschafft, die für beide Athleten etwas undankbar zusammen Platz vier in der Endabrechnung in einem starken Teilnehmerfeld bedeuten. Denn auch der dritte Platz ging mit übersprungenen 1,75 Meter aufgrund der geringeren Fehlversuche an die Konkurrenz vom SV Halle. Knipp steigerte dadurch seine persönliche Bestleistung immerhin um sieben Zentimeter, während Muschinski diese Höhe bereits im Vorfeld schon mal gesprungen war.

Als Startläufer der 4 x 200 Meter-Staffel legte Muschinski anschließend eine tolle Runde unter 25 Sekunden hin und auch die nachfolgenden Läufer mit Julius Thürich, Maximilian Grothe (beide PSV Gardelegen) und Schlussläufer Jonas Schulz (PSV Salzwedel) hielten fliegend diesen Schnitt auf ihrer 200 Meter-Runde unter dem Hallendach.

So knackte erstmalig eine Jugendstaffel der Altmark in der Altersklasse 16/17 die magische 1:40 Minutenmarke und markierte einen neuen Altmarkrekord in 1:39,96 Minuten. Die alte Bestmarke stammte ebenfalls von einer LGA-Staffel aus dem vergangenem Jahr und war gut sieben Zehntel schlechter.

In der Endabrechnung bedeutete das für die Platzierung hinter der Sportclubstaffel vom SV Halle bei den diesjährigen LM Rang zwei.

Vielleicht gelingt es am 1. Februar bei den Mitteldeutschen Meisterschaften mit diesem Quartett auch bei der Medaillenvergabe ein Wörtchen mitzureden und damit an die erfolgreiche Tradition der LGA-Staffeln vergangener Jahre anzuschließen. Bei einem geringerem Rahmenprogramm an diesem Tag sollte noch eine bessere Zeit die Chancen leicht erhöhen.

In der U 20 gelang es Eric Goder im Dreisprungwettbewerb mit 11,77 Meter eine Bronzemedaille zu erkämpfen. Er bereitet sich zur Zeit intensiv auf sein Abitur vor und blieb mit leichtem Trainingsrückstand dadurch erstmalig unter der 12 Metermarke, die ihm sonst wieder den Sieg als Titelverteidiger ermöglicht hätten. Über 60 Meter Hürden belegte er in 9,73 Sekunden einen guten fünften Rang.

Erstmalig an Einzellandesmeisterschaften nahmen in der U 16 Christopher Weinhold, Titus Willatowski und Steven Jürs teil.

In der M14 rannte Weinhold über zwei Runden des 800 Meter-Rennens im Höllentempo der Konkurrenz davon und musste die Führung am Ende der dritten Runde abgeben. Bei deutlichem Tempoeinbruch auf den letzten 100 Metern kam er aber dennoch in 2:22,70 Minuten als Dritter ins Ziel, konnte sich nach völliger Erschöpfung dennoch über seine erste Medaille bei einer LM freuen und verpasste den Altmarkrekord seiner AK über 800 Meter nur denkbar knapp um drei Sekunden. Bei besserer Renneinteilung sollte dieser in der Freiluftsaison zu schaffen sein.

Titus Willatowski (M15) überzeugte über 60 Meter und im Weitsprung, wo er bei starker Konkurrenz jeweils das Finale der besten Acht erreichte. Im Weitsprung erzielte er mit 5,09 Meter eine neue Bestleistung und über 60 Meter lief er 8,34 Sekunden. Beide Ergebnisse bedeuteten den siebenten Rang.

Mit der Staffel der LGA über 4 x 200 Meter in der U 16 kamen beide vorstehenden Athleten trotz Sturz in 1:51 Minuten auf Rang drei und qualifizierten sich für die Mitteldeutschen Hallenmeisterschaften. Das LGA-Quartett komplettierten die Läufer Witte (Genthin) und Mintus (Havelberg).

Steven Jürs lief ein mutiges 800-Meterrennen in der M 15 und wurde in guten 2:30,43 Minuten als Fünfter gewertet.

Als einzige weibliche Starterin vom PSV Gardelegen zeigte Maja Maletz (U18) in den Sprintwettbewerben über 60 Meter und 200 Meter gute Leistungen. In 8,78 und 30,25 Sekunden belegte sie die Ränge zwölf und acht.