Nach dem grandiosen und überaus deutlichen Heimerfolg zuletzt gegen den Halleschen SC 96 muss Basketball-Oberligist VfL Kalbe/Milde nun am Sonntag, 11 Uhr, beim Spitzenreiter USC Magdeburg antreten - ein Duell mit Tradition und Brisanz.

Kalbe/Milde l Ein flüchtiger Blick auf das aktuelle Tableau reicht auch aus, um zu erkennen: mehr Spitzenspiel geht nicht. Während der Universitätssportclub mit einer Bilanz von elf Siegen aus 14 Spielen an der Spitze thront, wird er von den Mildestädtern, die nur einen Sieg weniger eingefahren haben, auf das schärfste verfolgt. Und das Duell gegen die Landeshauptstädter, das zur ungewohnten Zeit am Sonntag um 11 Uhr eröffnet wird, hat Tradition.

Im Hinspiel hatten die Mildestädter die Nase vorn

Unvergessen sind dabei die Playoff-Schlachten vergangener Zeiten, in denen aber zumeist die Magdeburger vorn lagen. So auch im Kampf um die Landesmeisterschaft in der Saison 2007. Während man damals in Magdeburg nur knapp mit einem Punkt verlor, entschied Steffen Mrasek das Rückspiel in Kalbe in der Schlusssekunde mit einem Wahnsinns-Dreier. Das ist aber Vergangenheit.

In dieser Spielzeit gab es an der Milde im Herbst 2013 allerdings einen klaren 81:70-Erfolg, den die Altmärker am Sonntag gern wiederholen würden. Doch vor gut drei Monaten fehlten bei den Magdeburgern wichtige Akteure wie Volodymyr Ivanov, Matthias von Heydebrand oder Sören Wöhe. Allein diese drei Spieler sind für durchschnittlich 45 Magdeburger Punkte verantwortlich.

"Das soll uns nicht weiter stören. Wir wollen am unsere guten Leistungen vom Halle-Spiel in der vergangenen Woche anknüpfen und werden versuchen, aus Magdeburg etwas mitzunehmen", so Spielertrainer Harald Lotsch. Im Basketball heißt das übersetzt Auswärtssieg, da es ja bekanntlich kein Remis gibt. Und der VfL geht sogar noch ein Stückchen weiter. "Für uns geht es nicht nur um das Playoff-Ticket, sondern um Platz eins. Den wollen wir zurück", bläst Lotsch zum Großangriff.

Gegen die zu Hause noch ungeschlagenen USCler fehlt allerdings mit Dan Schröder ein Turm in der Schlacht. Der VfL-Center befindet sich im Urlaub. Dafür kehrt aber Daniel Günther wieder in den Kader zurück. "Wir erwarten einen heißen Tanz", so Lotsch.