Gardelegen l Die B-Fußballmädchen des SSV 80 haben am vergangenen Sonnabend bei böigen Winden aus nordöstlichen Richtungen das Spitzenspiel der Regionalklasse auf eigenem Rasen gegen den SV Kali Wolmirstedt mit 2:3 (2:2) knapp verloren. Dabei zeigten aber die Gäste aus Wolmirstedt die reifere Spielanlage und kamen scheinbar auch mit den äußeren Bedingungen etwas besser zurecht.

In der aktuellen Tabelle bleiben die Wolmirstedterinnen aber dennoch hinter dem SSV zurück, allerdings haben die Kali-Mädchen aus drei Spielen neun Punkte geholt und noch drei Begegnungen weniger ausgetragen als der SSV. Der verbleibt bei 12 Zählern und hat (noch) die Tabellenführung inne. Zum Spiel:

Wie schon erwähnt, machte der starke bis böige Wind den Mädchen mächtig zu schaffen. Zunächst waren es die Gastgeberinnen, die ihn im Gesicht hatten und dadurch nicht nur die kompakte und gut organisierte Wolmirstedter Mannschaft vor sich hatte, sondern auch den Gegenwind. Dennoch waren es aber erst die Platzherren, die Akzente setzen konnten und auch in Führung gingen. Zwar dauerte es bis zur 20. Minute, doch dann war Marie-Sophie Hahn nicht zu bremsen und netzte eiskalt zum 1:0 für den SSV ein. Danach übernhamen aber die Wolmirstedterinnen das Kommando. Zunächst konnten aber SSV-Libero Isabell Brückner und Torfrau Milena Schulze ihren 16er sauber halten, doch in Minute 27 schlug Sophie Niedel zu. Ihren Schuss aus halblinker Position im Strafraum konnte Schulze im SSV-Kasten nicht abwehren - 1:1 (27.). Doch damit nicht genug. Nur drei Minuten später hatten die Gäste das Match zunächst komplett gedreht. Joanna Monika Reglinski fing einen Fehlpass des SSV ab und schoss auf das SSV-Tor. Der Schuss wirkte allerdings nicht sehr stramm und platziert, so dass keine große Gefahr aufzukommen schien, doch Milena Schulze "vergriff" sich und das Leder trudelte doch zum 2:1 für Kali in die Maschen.

Dieser Gegentreffer stachelte den SSV aber wieder an. Immer wieder wurde Angreiferin Hahn gesucht, die sich die Bälle aber zumeist aus der eigenen Hälfte holen musste. Zum einen lag das am fiesen Gegenwind, zum anderen aber auch an der Passivität im Gardelegener Mittelfeld. Dennoch, der SSV steckte nicht auf und kam zum Ausgleich. Marie-Sophie Hahn schloss in der 35. Minute ein Solo gekonnt selbst ab und erzielte das 2:2. Ein weiterer Freistoß (Hahn, 38.) brachte jedoch keinen Erfolg mehr, so dass es mit diesem Ergebnis in die Pause ging.

In Hälfte zwei mussten sich also die Wolmirstedterinnen mit dem Gegenwind auseinander setzen. Das machten sie aber ganz gut. Das Match wogte jetzt hin und her, die Spannung lag förmlich in der Luft. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Aktionen beider Mannschaften auch vorsichtiger - kein Team wollte nun noch einen Fehler produzieren und mit leeren Händen dastehen. Doch in Minute 65 packte Kali doch noch den Dolch aus, der seinen Weg genau ins SSV-Herz fand. Sophie Niedel zog trocken ab. Ihr Schuss wurde aber unhaltbar für Schulze im SSV-Kasten abgefälscht und schlug zum 3:2 für Wolmirstedt ein. Danach stemmte sich der SSV mit Wehemenz gegen die drohende Niederlage, doch die Wolmirstedter verteidigten ihre Führung konsequent und mit dem nötigen Glück. Da auch die eigenen Kali-Konter nichts einbrachten, blieb es beim knappen 3:2-Sieg der Wolmirstedterinnen.

Torfolge: 1:0 Marie Sophie Hahn (19.), 1:1 Sophie Niedel (27.), 1:2 Joanna Monika Reglinski (30.), 2:2 Marie Sophie Hahn (35.), 2:3 Sophie Niedel (65.).

SSV 80 Gardelegen: Schulze - Binde, Schulz, Pelka, Brückner, Hahn, Schönfeld, Aßmann, Beckmann (von Baehr, Schran).

SV Kali Wolmirstedt: Weber - Gellert, Richter, Peters, Marta, Reglinski, Niedel, Baum, Kremkau (Plate, Schlenker, Höding, Rudolph).

SR: Reno Pohl (Heide Letzlingen).

Vorkommnisse: Keine.

Zuschauer: 31.