Zunächst sollten die Volleyballer des SSV 80 Gardelegen am Sonnabend in der dritten Runde des VVSA-Pokals gegen den Regionalligisten CV Mitteldeutschland II spielen. Der sagte seine Teilnahme im Vorfeld ab und nun standen die Gardelegener kampflos im Endspiel gegen den Zweitbundesligisten VC Bitterfeld-Wolfen.

Gardelegen l Die Gardelegener mussten sich in der Willi-Friedrichs-Halle, nach starkem zweiten Satz, 0:3 geschlagen geben. Die Überraschung blieb somit aus und der SSV sammelte viel Erfahrung.

Bitterfeld-Wolfen setzt sich zunächst gegen Einheit Halle durch

Bevor jedoch die Gardelegener ihr Können bewiesen, spielten der VC Bitterfeld-Wolfen und die SG Einheit Halle den Gegner der Gastgeber aus. Klar, das der Zweitligist gegen den Landesoberligisten aus der Saalestadt der Favorit war und dies zeigte er auch gleich im ersten Satz, welches er mit 25:10 gewann. Auch der zweite Satz ging deutlich an die Bitterfeld-Wolfener - 25:11. Im dritten Satz zeigten die Hallenser mehr Gegenwehr und stellten den Favoriten vor kleinere Probleme. Denn diesen gewann der VC erst mit 25:23. Damit traf der SSV auf den Zweit-Bundesligisten.

Eine tolle Erfahrung für die Westaltmärker. Der erste Satz war anfangs sogar ausgeglichen. 4:4 hieß es zwischenzeitlich. Dennoch agierten die Gardelegener sehr nervös. Trotzdem waren sie beim 10:13 noch dran. Danach wurden kleinste Fehler des SSV sofort bestraft und der VC zog von 12:19 über 15:22 dem Satzgewinn von 25:15 entgegen.

Zwar war der erste Satzverlust deutlich, doch Gardelegens Neuzugang und Libero Thomas Viehmann machte ein ganz starkes Spiel.

Der anfängliche Respekt gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner legten die Kreißl und Co. im zweiten Satz ab. Die Fehlerquote wurde minimiert und der Favorit richtig schön geärgert. Bis zum 17:17 wechselte die Führung stetig und die Gäste nahmen eine Auszeit. Die brachte nur wenig ein. Gardelegen blieb beim 18:20 dran und nahm seinerseits die Auszeit. Die brachte dem SSV rein gar nichts - auf 19:23 setzte sich Bitterfeld-Wolfen ab. Auch die nächste Auszeit brachte für Gardelegen nicht die erhoffte Wende. Am Ende holte sich der Favorit mit 25:19 diesen Satz.

Klar, das im abschließenden dritten Satz die Luft beim Gastgeber raus war. Bis zum 5:5 war es ausgeglichen und beim 8:11 war der SSV noch dran. Danach aber zog der VC davon - 15:25.

"Wir sind trotz der Niederlage daran gewachsen."

SSV-Trainer Arne Kreißl

Die Gardelegener brauchen sich dennoch vor ihrer Leistung nicht verstecken. Das fand auch Spielertrainer Arne Kreißl nach dem Spiel so: "Wir sind trotz der klaren Niederlage daran gewachsen. Die Annahme und die Feldabwehr hat mir sehr gut gefallen. So können wir nächste Woche bei der Relegation in Berlin mit viel Selbstvertrauen in die Spiele gehen."

Im Endspiel des VVSA-Pokals stehen sich nun der VC Bitterfeld-Wolfen und Regionalligist USC Magdeburg, das sich in Stendal durchsetzte (siehe Bericht rechts), gegenüber.

SSV 80 Gardelegen: A. Kreißl, L. Kreißl, Lenz, Koepke, Rummel, Bogdahn, Viehmann, Buchholz, Schumann, Hähnsen, Weber.

VC Bitterfeld-Wolfen - SG Einheit Halle 3:0 (25:10, 25:11, 25:23)

SSV 80 Gardelegen - VC Bitterfeld-Wolfen 0:3 (15:25, 19:25, 15:25)