Nachdem der Kampf um den Staffelsieg wohl so gut wie entschieden ist - der Kreveser SV liegt mit nunmehr sieben Punkten Vorsprung ganz vorn - verspricht nur noch der Fight gegen den Abstieg in der Fußball-Landesklasse, Staffel I, Spannung.

Salzwedel l Durch ein 2:1 in der Vorwoche im Derby beim SV Liesten 22 hat sich der SSV 80 Gardelegen wieder auf den zweiten Tabellenplatz geschoben. Gegen den SV Viktoria Uenglingen geht die Ebeling-Elf morgen am 22. Spieltag (15 Uhr) als klarer Favorit in ihr Heimspiel. Ebenfalls Heimaufgaben zu lösen haben der SV Eintracht Salzwedel, der Spitzenreiter Kreveser SV zu Gast hat, der FSV Heide Letzlingen (SV Medizin Uchtspringe) und der Diesdorfer SV (SV Blau-Gelb Goldbeck). In die Ostaltmark reisen indes der SV Liesten 22 (SSV Havelwinkel Warnau) und der VfL Kalbe/Milde (FSV Havelberg).

SSV 80 Gardelegen - SV Viktoria Uenglingen (SR: Marco Peters). Durch das 2:1 zuletzt in Liesten tankten die Gardelegener viel Selbstvertrauen, das sie nun natürlich auch mit in das Duell gegen das Kellerkind nehmen wollen. Allerdings weiß SSV-Trainer Thorsten Ebeling: "Gegen Liesten war die Motivation von vornherein sehr groß, das könnte diesmal schon anders sein. Dennoch sollten wir in der Lage sein, dieses Spiel zu gewinnen. Wir wollen unbedingt unseren zweiten Platz halten." Die Leistung im Auswärtsspiel beim SVL stellte Ebeling sehr zufrieden, spielte seine Mannschaft doch lange in Unterzahl und verbuchte trotzdem die drei Zähler. "Das war 60 Minuten lang eine starke und geschlossene Mannschaftsleistung", wünscht sich Gardelegens Trainer eine Wiederholung. "Uenglingen hat sich ein bisschen gefangen und in der Rückrunde Punkte gesammelt, die teilweise etwas überraschend waren", spricht Ebeling über den Gegner, der mit 22 Zählern Rang 13 belegt. Auf SSV-Seite fehlen die gesperrten Florian Schröder und Tobias Bombach.

FSV Heide Letzlingen - SV Medizin Uchtspringe (SR: Maximilian Saager). Eine "spannende Partie" erwartet Letzlingens Trainer Dieter Förster. Dies verspricht auch schon ein Blick auf das aktuelle Klassement, denn die beiden Mannschaften sind nicht weit voneinander entfernt. Zudem herrscht zwischen beiden Teams schon seit längerem eine gewisse Rivalität. Förster glaubt: "Wir benötigen noch vier Siege, um sicher die Klasse zu halten." Am liebsten würde er mit seiner Elf schon gegen Uchtspringe den ersten davon einfahren. Einfach wird dies allerdings nicht. "Medizin ist spielerisch und kampfstark. Sie stehen sicher nicht zu Unrecht da oben", so der Heide-Coach. Der hat wieder einmal mit Personalsorgen zu kämpfen. So fehlen definitiv die verletzten Marc Mette, Christian Palutke, Dirk Lamprecht und Matthias Reps sowie die berufsbedingt verhinderten Felix Belling und Marc Schlamann. Ob Tobias Benecke und Christian Wernecke mitwirken können, entscheidet sich wohl erst kurzfristig.

SV Eintracht Salzwedel 09 - Kreveser SV (SR: Bernd Manecke). Der Spitzenreiter gibt seine Visitenkarte in der Hansestadt ab. Doch die Eintracht erstarrt ganz sicher nicht vor Ehrfurcht. "Für uns ist es eines der leichteren Spiele. Wir wollen zumindest nicht verlieren. Wenn mehr herausspringt, wäre das umso besser", erklärt im Vorfeld SVE-Trainer Burghardt Schulze die Zielstellung. Dabei hofft Schulze, dass seine Schützlinge an die Leistung aus dem mit 3:2 siegreichen Spiel in Uchtspringe anknüpfen können. "Die kämpferische Einstellung war über die gesamte Partie hinweg gut, und in der zweiten Halbzeit haben wir streckenweise auch ganz ansehnlichen Fußball gespielt", so Salzwedels Übungsleiter. "Krevese ist sehr ausgeglichen besetzt und vor allem in der Offensive stark", ist Schulze über den Kontrahenten informiert. Nicht zurückgreifen kann er auf die allesamt verletzten Mario Heinicke, Maximilian Müller, Stefan Rosenberg und Christian Minkus.

SSV Havelwinkel Warnau - SV Liesten 22 (SR: Alexander Machui). Es läuft einfach nicht rund in Liesten. Der Herbstmeister hat von sechs Rückrundenspielen ganze fünf verloren. Lediglich gegen Haldensleben II bejubelte der SVL einen 2:0-Erfolg. In Warnau will die Elf von Trainer Sigmar Pätzold, die in den vergangenen Wochen oft mit starken personellen Problemen zu kämpfen hatte, den Bock umstoßen und wenn möglich eine kleine Serie starten. Zumindest Platz zwei ist für den Titelverteidiger noch in Sichtweite, der Rückstand beträgt drei Zähler. Allerdings werden die Warnauer den SVL vermutlich ordentlich Gegenwind spüren lassen. Die Ostaltmärker belegen aktuell mit 28 Punkten Rang zehn und wollen sich nach Möglichkeit auch noch um ein paar Plätze verbessern, so dass von einer interessanten Partie auszugehen ist.

FSV Havelberg - VfL Kalbe/Milde (SR: Christoph Blasig). Dass die Mildestädter den Klassenerhalt noch schaffen, scheint angesichts der 14 Punkte Rückstand fast utopisch. "Doch den einen oder anderen Punkt wollen wir schon noch mitnehmen", verrät VfL-Co-Trainer René Kusch. Mindestens einer soll es in Havelberg werden, auch wenn Kusch weiß, dass es eine immens schwere Partie für seine Mannschaft wird. "Wir wollen die Rückrunde vernünftig zu Ende bringen und Havelberg zumindest ein wenig ärgern", so Kalbes Assistenzcoach. Ungern denken die Mildestädter an das Hinspiel zurück, das mit 1:9 verloren ging. "Da haben wir die Zweikämpfe gar nicht angenommen", erinnert sich Kusch zurück. Der FSV sei als Aufsteiger "in der Landesklasse angekommen und eine gute Mannschaft", kann René Kusch über den Gegner verraten.

Diesdorfer SV - SV Blau-Gelb Goldbeck (SR: Elfi Schwander). Mit dem Hinspiel verbinden die Diesdorfer gute Erinnerungen, denn das 3:2 bedeutete gleichzeitig den ersten Saisonsieg für das Team von Trainer Jörg Kleiner. In der Rückrunde hat der Aufsteiger, übrigens genau wie auch in der ersten Halbserie, die ersten sechs Partien allesamt verloren. Die Negativserie muss dringend gestoppt werden, denn der Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze ist mittlerweile auf sieben Punkte angewachsen. Doch gegen Goldbeck in die Erfolgsspur zurück zu finden, wird mit Sicherheit ein schweres Unterfangen. Die Blau-Gelben kämpfen nämlich noch um den zweiten Tabellenplatz und brauchen daher ebenso dringend Zähler. Beim DSV wird im Vergleich zum 2:4 in der Vorwoche gegen Havelberg der gelbgesperrte Marc Neubauer fehlen.