Unerwartet deutlich mit 25:35 (13:19) haben am Sonnabend die Mitteldeutschen Oberligamänner des SV Oebisfelde ihr drittletztes Saisonpunktspiel beim HV Rot-Weiß Staßfurt verloren. Für SVO-Trainer Hendrik Tuschy und sein Team hat sich damit der Aufstieg in die dritte Liga erledigt.

Staßfurt/Oebisfelde l Durch die Niederlage und den gleichzeitigen 26:25-Sieg der HG Köthen im Spitzenspiel beim HC Einheit Halle liegen die Allerstädter zwei Spieltage vor Saisonende nun fünf Zähler hinter Tabellenführer Köthen. "Den Titel können wir damit nicht mehr holen. Somit ist auch der Aufstieg kein Thema mehr", sagte Trainer Tuschy. Eventuell bestehe noch die Möglichkeit, sollte Köthen auf den Aufstieg verzichten, dass die zweit- oder drittplatzierte Mannschaft, momentan Halle und Oebisfelde, aufsteigt, doch dass müsse dann, so Tuschy, der Verein entscheiden.

Am Sonnabend in Staßfurt habe der Übungsleiter jedenfalls eine Leistung seiner Mannschaft gesehen, die einen Aufstieg nicht rechtfertigen würde. Tuschy: "Wir haben keine gute Vorstellung abgeliefert. Die Niederlage ist zwar etwas zu hoch ausgefallen, doch sie geht vollkommen in Ordnung."

Vergessen werden darf allerdings nicht, dass den Oebisfeldern mit Michael Meichsner, Alexander Vogel und Christian Herrmann erneut auf drei immens wichtige Stammkräfte verzichten mussten.

In der traditionsreichen Paul-Merkewitz-Halle verschliefen die Allerstädter den Start. So lag Rot-Weiß mit 3:0 vorn. Doch der SVO wachte nach einer Umstellung in der Abwehr auf und schloss auf (7:7). Leider sei es danach zum Bruch gekommen. Es habe an der nötigen Einstellung gemangelt. Folge: Staßfurt zog auf 15:10 davon und lag zum Wechsel dann mit sechs Treffern vorn (19:13). Die Gastgeber hätten bis zu diesem Zeitpunkt aus einer 6:0-Abwehr heraus und mit einem guten Torhüter im Rücken wirklich gut aufgespielt. Tuschy: "Zur Pause deutete es sich an, dass wir das Spiel nicht gewinnen werden".

Um noch eine Wende einzuleiten, hätte es einer enormen Steigerung des SVO bedurft. Doch dazu sei die Mannschaft nicht in der Lage gewesen. Mehr als auf drei Treffer, 21:24 und 23:26, kamen die Oebisfelder nicht mehr heran. Die Staßfurter konnten daher in der Schlussphase ihren Sieg, auch weil beim SVO die Fehlerrate stark anstieg, locker einfahren.

SV Oebisfelde: Stefani, Naumann - Bischoff (1), Koitek (2), Breiteneder, Thiele (8), Meinel (4), Kalupke (5), Seiler (4), Kleist, Götz.