Die wichtigste Botschaft nach dieser Partie des drittletzten Spieltages der Verbandsliga aus Sicht des HV Solpke/Mieste lautet: der Klassenerhalt ist mit dem 29:23-Sieg über den LSV Klein Oschersleben gesichert.

Mieste l Doch glanzvoll kann man trotz der zwei Punkte den Sieg der Altmärker gegen das mit nur einem Auswechsler angereiste Team aus der Börde nicht bezeichnen. Was sich der Gastgeber in der ersten Viertelstunde an Fehlern leistete, erinnerte an Spiele der Hinrunde. Selbst einem so gestandenen Spieler wie Tim Grassel unterliefen vier schulbubenhafte Abspielfehler. Beim Torabschluss sündigten die HV-Akteure außerdem in Serie und hinter der viel zu braven Abwehr hielt auch Torwart Jens Quatz kaum einen Ball. Die angesichts ihrer Personalnot nicht an Spieltempo interessierten Gäste nahmen diese Einladung dankbar an. Fabian Becker, Sebastian Hafften und Ronny Suttner brachten ihr Team bei einem Gegentor von Max Texdorf mit 3:1 in Front. Nach dem 6:3 der Börde-Männer (12.) hatte HV-Trainer Daniel Heimann "die Nase voll" und rief sein Team zur Auszeit. Doch besser präsentierte sich seine Mannschaft danach vorerst nicht, lief dem Gäste-Vorsprung von 11:8 bis zu dessen Auszeit in der 22. Minute weiter hinterher.

Als gleich danach Lars Dedecke und Marcel Mock den LSV mit 13:8 (24.) in Front warfen, schien die erste Halbzeit für die Altmärker gelaufen. Doch urplötzlich schien sich die Heimann-Sieben an ihre spielerischen und kämpferischen Möglichkeiten erinnert zu haben. Die nun bissigere Abwehr brachte die Gästeangreifer außer Tritt. Der jetzt im Tor stehende André Thielebein vernagelte seinen Kasten und mit schnellen, energischen Angriffen und sieben (!) Toren in Folge konnten die Altmärker mit einem kaum noch erhofften 15:13-Vorsprung in die verdiente Pause gehen.

Im zweiten Spielabschnitt blieb die HV-Sieben die spielbestimmende Mannschaft und baute den Vorsprung bis zur 45. Minute auf 23:18 aus. Doch auch hier konnte von durchgängiger Qualität nicht gesprochen werden. Es gab insbesondere im Angriff zu wenig zwingende Kombinationen. Geschuldet war das sicherlich auch der Wechselstrategie von Trainer Heimann, der mit dem Einsatz von Robert Weber und Torsten Gerike insbesondere die Abwehr stärkte, die der LSV-Aufholjagd sichtlich Schneid nahmen.

Der nun stark konditionell abbauende Gast hätte in der Schlussphase der Partie von den Altmärkern eigentlich klarer beherrscht werden müssen. So war es zwar ein wichtiger und verdienter Sieg, aber auch einer mit wenig Glanz.

"Wir haben die erhofften Punkte in der Tasche, dafür aber einen zu langen Anlauf nehmen müssen. Die österliche Spielpause ist uns offenbar nicht bekommen. Die Fehlerrate war zu hoch und die Brüche im Spiel ebenfalls", strahlte bei seinem Resümee HV-Trainer Daniel Heimann deshalb nur bedingt Freude aus.

HV Solpke/Mieste: Quatz, Thielebein - Fehse (4), Herget, R. Weber (1), Gerike, Röscher, Stodtmeister, Sauer (7), Soeder (4), Texdorf (2), Seiler (3), Blume (3), Grassel (5).

Siebenmeter: 4/3;Strafzeiten: 5.