Salzwedel l Am morgigen Sonntag geht in der Fußball-Kreisoberliga der 23. und viertletzte Spieltag der Saison 2013/2014 über die Bühne. Während es in Gardelegen für die SVE-Reserve die letzte Chance gibt, den sportlichen Abstieg noch zu vermeiden, dürfen Jävenitz und Beetzendorf ihre Gegner nicht unterschätzen. Langenapel wird in seiner gegenwärtigen Form wohl auch nicht von der Mechauer Eintracht zu stoppen sein. Beim MTV rollt der Ball ab 15 Uhr und auf den übrigen sechs Plätzen ist wie gewohnt um 14 Uhr Anpfiff.

MTV Beetzendorf - SV Rot-Weiß Wenze (SR: M. Peters/Hinspiel: 4:0). Der Tabellenführer MTV Beetzendorf bekommt es morgen auf eigenem Geläuf mit dem Rangsechsten SV Rot-Weiß Wenze zu tun. In der vergangenen Woche taten sich die Zürcher-Schützlinge beim knappen, aber verdienten 1:0-Erfolg in Schwiesau sehr schwer. An diesem Spieltag wird es nicht viel einfacher, das weiß auch der MTV-Coach. Seine Mannen müssen sehr konzentriert in die Partie gehen, um im Kampf um die Meisterschaft nicht zu stolpern. Denn Langenapel liegt mit drei Punkten Rückstand und dem deutlich besseren Torverhältnis auf der Lauer. Die Gäste aus Wenze wollen morgen ihrerseits versuchen die drei Punkte zu holen, denn der fünfte Platz ist und bleibt das Ziel von RWW. In der Vorwoche siegte man souverän gegen Mechau mit 4:1 und an diese Leistung wollen die Sauer und Co. morgen anknüpfen. Der direkte Vergleich spricht allerdings klar für die Gastgeber, die von den letzten vier Pflichtspielduellen drei Mal siegreich waren. Beetzendorf ist zu Hause noch ungeschlagen und die Auswärtsbilanz (18 Punkte) der Rot-Weißen kann sich auch sehen lassen.

SG Eintracht Mechau - SV Langenapel (SR: P. Helios/0:4). Im "Sportpark" zu Mechau empfängt die gastgebende SG Eintracht das bisherige Team der Rückrunde, den SV Langenapel. Die Mannen um SG-Trainer Karl-Heinz Urban mussten sich vor Wochenfrist in Wenze geschlagen geben und gewannen überhaupt nur eines der letzten neun Spiele und holten in der Rückrunde magere fünf Zähler. Da kann man im Eintracht-Lager froh sein, in der Hinrunde genügend Punkte gesammelt zu haben, so dass man mit dem Abstieg nie etwas zu tun hatte. Und morgen gegen den SVL würde man sich wohl über einen Punktgewinn schon sehr freuen. Dazu bedarf es aber einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Die Gäste um Coach Ronny Müller sind ganz klar das Team der Rückrunde. Neun Siege aus neun Spielen holte man bisher und erzielte dabei 46 Tore (Schnitt: 5,1 Tore). Und auch für die morgige Partie hat sich der SVL erneut drei Punkte auf die Fahnen geschrieben, die im Kampf um die Meisterschaft auch dringend notwendig sind. Die Mechauer holten aus elf Heimspielen elf Punkte. Die doppelte Anzahl ergatterte Langenapel in den elf Auswärtsauftritten der aktuellen Spielzeit.

SV Eintracht Vienau - SV Heide Jävenitz (SR: G. Eisenschmidt/2:2). Die Vienauer Eintracht begrüßt morgen auf eigenem Rasen den Meisterschaftsanwärter SV Heide Jävenitz. Nach der 0:9-Heimklatsche gegen Langenapel vor zwei Wochen konnte sich die Höft-Elf mit dem 4:2-Erfolg in Liesten rehabilitieren. Der Trainer hofft, dass seine Schützlinge aus dem letzten Heimspiel gelernt haben und strebt wie im Hinspiel (2:2) mindestens einen Punktgewinn an. In der Tabelle würde man damit den siebten Rang absichern. Ein Remis wäre für die Jävenitzer mit Sicherheit zu wenig und würde wohl das Ende aller Meisterschaftsträume bedeuten. Also kann die Devise der Euen-Schützlinge nur heißen, die drei Punkte aus Vienau zu entführen. Am letzten Spieltag setzte man sich knapp mit 2:1 gegen Jübar durch und schüttelte damit einen Kontrahenten von der Schulter. Jedoch weiß der Trainer, dass seine Mannschaft ein heißer Tanz in Vienau zu erwarten hat. Bisher trafen beide Teams fünf Mal in der höchsten Kreisspielklasse aufeinander. Davon konnte der SVE drei Mal gewinnen und ein Remis holen. Auf eigenem Platz holte Vienau bisher 16 Punkte, während die Jävenitzer (26 Auswärtspunkte) nur ein Spiel auf fremdem Geläuf verloren.

FC Jübar/Bornsen - SV Engersen (SR: K. Syring/4:0). Der SV Engersen ist morgen beim Tabellenvierten FC Jübar/Bornsen zu Gast. Nach der Niederlage in Jävenitz ist der Meisterschaftszug für die FC-Kicker endgültig abgefahren. Allerdings will die Kempe-Elf auf jeden Fall den vierten Tabellenplatz verteidigen und bei nur vier Zählern Vorsprung - und einem Spiel weniger - auf Klötze ist morgen ein Sieg gegen das Kellerkind Engersen eine Pflichtaufgabe. Die Gäste erreichten in der Vorwoche ein 1:1-Remis gegen Gardelegen II und konnten damit den Vorsprung zum Tabellenletzten aus Salzwedel auf zehn Punkte vergrößern. Und da die SVE-Reserve morgen in Gardelegen antreten muss, sollte dieser Vorsprung eigentlich für den Klassenerhalt und die vierte Kreisliga-Serie in Folge reichen. Doch verlassen wollen sich die Vehlhaber und Co. darauf nicht und streben in der Fremde einen Punktgewinn an. Ob am Ende des Tages etwas Zählbares herausspringt, bleibt abzuwarten. Die Rückrunde verlief für den Gastgeber mit nur 13 Punkten nicht wie geplant. Anders sieht es bei den SVE-Kickern aus, die elf Zähler, und damit mehr als das Doppelte aus der Vorrunde holten. Die drei bisherigen direkten Duelle gingen jeweils an den FC Jübar/Bornsen.

VfB Klötze 07 - SV Schwalbe Schwiesau (SR: offen/2:0). Zu einem immer wieder spannenden Nachbarschaftsderby kommt es morgen im Klötzer "Geschwister-Scholl-Stadion". Hier empfängt der heimische VfB den SV Schwalbe Schwiesau. Auch wenn die Klötzer von den letzten neun Duellen sechs Spiele gewannen und drei Remis gestalten konnten, waren es immer enge Spiele. In der Tabelle geht es für die Gastgeber noch um den fünften Tabellenplatz. Und bevor es in der kommenden Woche zum direkten Duell mit Wenze kommt, will die Dörk-Elf den Vorsprung von drei Punkten gegenüber Wenze mit einem vollen Erfolg verteidigen. Die Gäste aus Schwiesau dagegen können ganz entspannt in die Partie gehen zwölf Punkte sind in dieser Spielzeit noch zu vergeben und mit elf Zählern Vorsprung auf den letzten Tabellenplatz ist der Drops für den SVS gelutscht, so dass man auch für ein weiteres Kreisoberliga-Jahr planen kann. Während der VfB in der Rückrunde 14 Zähler holte, konnten die Vorsprach-Schützlinge nur fünf Punkte einfahren. Aus elf Heimauftritten holten die Purnitzstädter bisher 21 Punkte. Schwiesau ergatterte in dieser Spielzeit bisher zehn Zähler in der Fremde.

SV Brunau 06 - SV Liesten 22 II (SR: E. Nickel/2:3). Die Brunauer SV-Kicker sind am Sonntag Gastgeber für die Landesklassen-Reserve des SV Liesten 22. Am vergangenen Spieltag kamen die Gastgeber bei der 0:8-Pleite in Langenapel böse unter die Räder. Daher heißt es für die Kulessa-Schützlinge morgen Wiedergutmachung zu betreiben. In Sachen Abstieg hat man in Brunau bei zehn Punkten Vorsprung auf den letzten Tabellenplatz nicht mehr wirklich etwas zu befürchten, so dass man deshalb auch befreit aufspielen kann. Die Situation in Liesten ist ähnlich. Mit 23 Punkten ist der Klassenerhalt aus sportlicher Sicht auf jeden Fall gesichert, doch wie schon in der Vorwoche beschrieben, müssen die Bresch-Schützlinge in den letzten vier Spielen auf jeden Fall antreten. Im Hinspiel behielt die SVL-Reserve knapp mit 3:2 die Oberhand. Dies war übrigens der letzte aus eigener Kraft herausgespielte Sieg. Die bisherige Rückrundenbilanz der Gastgeber ist nach neun Spielen ausgeglichen. Auf eigenem Rasen holte der SVB bisher acht Punkte, was gleichbedeuten für die Auswärtsbilanz der Liestener ist.

SSV 80 Gardelegen II - SV Eintracht Salzwedel II (SR: F. Benecke/5:1). In einem Duell zweier Landesklassen-Reserven kommt es auf der Gardeleger "Rieselweise". Hier hat der SSV II Heimrecht gegen die zweite Vertretung des SV Eintracht Salzwedel. Die spielt morgen, um ihre letzte Chance die Klasse sportlich zu halten. Sollte morgen kein Sieg gelingen steht der Abstieg - nach 15 Jahren Zugehörigkeit in der höchsten Kreisspielklasse - bereits drei Spieltage vor Schluss fest. Also werden die Jeetzestädter alles daran setzten, die drei Zähler mit auf die Heimreise zu nehmen. Doch da dürfte die SSV-Reserve etwas dagegen haben. Die Brandt-Elf will morgen den noch letzten fehlenden Punkt einfahren, um endgültig gesichert zu sein. Ein spannendes Duell ist auf jeden Fall vorprogrammiert. Im bisherigen Saisonverlauf konnte der SVE II noch kein einziges Spiel auf fremdem Geläuf gewinnen. Gardelegen dagegen gewann vier Spiele auf eigenem Platz. In der Rückrunde holte Salzwedel zwei Remis, Gardelegens Ausbeute ist mit fünf Punkten auch nicht gerade rosig. Von den letzten 13 Duellen gewann jedes Team fünf Mal, bei viermaliger Punkteteilung.