Das vorerst letzte Spiel in der Fußball-Landesliga absolvierte der SV Grün-Weiß Potzehne anfang Juni gegen Fortuna Magdeburg. Zu diesem Zeitpunkt stand bereits fest, dass die Elf von Trainer Nico Bremse nach vier Jahren Ligazugehörigkeit in den sauren Abstiegsapfel beißen muss und im kommenden Spieljahr wieder in der Landesklasse, Staffel I, steckt.

Potzehne l Und dieser Abstieg ist umso bitterer, da sogar Platz 14 für den Ligaverbleib gereicht hätte. Aufgrund einiger Verschiebungen und Aufstockungen war nicht einmal ein Relegationsspiel nötig. Platz 14 schnappte sich aber Germania Halberstadt II. Potzehne blieb auf Rang 15 hängen und ließ nur die schwachen Möringer noch hinter sich.

Erklärungen für diesen Abstieg sind aber schnell gefunden. Drei Dinge waren wohl entscheidend für diese sportliche Misere. In erster Linie ist da wohl die personelle Unkonstanz zu nennen. Akteure wie Andreas Bade, Tim Poppe, Matthias Schulz oder aber auch Andreas Neumann tauchten in Rückrunde gar nicht mehr im Kader auf. Zudem hatten Sebastian Feldmann, Eugen Schunaew, Mario Stolle, Robert Klement, Gunnar Waesche oder aber auch Keeper Patrick Schmidt und Maik Krehl mit Verletzungen zu kämpfen, so dass Coach Nico Bremse immer wieder umbauen und sogar selbst die Töppen schnüren musste.

Abschlussschwäche die gesamte Saison über

Zum anderen ist in diesem Zusammenhang die eklatante Abschlussschwäche der Potzehner zu nennen. Oftmals waren die Mannen um Kai Klose keineswegs schlechter als der Gegner, hielten teilweise gegen Topteams der Liga sogar gut mit, trafen aber selbst aus totsicheren Positionen das Tor nicht. "Das ist zum Haareraufen. Was wollen wir denn noch alles für Chancen? Aber dann brauchen wir uns auch nicht wundern, wenn wir nicht gewinnen". Coach Bremse hatte diesen Kommentar nicht nur einmal auf den Lippen. Er hätte ihn quasi abspeichern können.

Weiterhin offenabarten die Grün-Weißen immer wieder Schwächen in der Konzentration, brachten sich durch individuelle Fehler immer wieder selbst in Schwierigkeiten und oftmals auch frühzeitig in Rückstand. Auch funktionierte die Dreierkette nicht immer so wie sie sollte. Ebenfalls das Defensivverhalten bei Standardsituationen ließ zu wünschen übrig. Und dann war da noch das Pech. Denkt man da an die Spiele gegen Schönebeck (2:3) oder Halberstadt (0:0, 1:2) könnte man die fehlenden Punkte schnell für den Klassenerhalt einsammeln.

   

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