Stendal (mkn/jhe) l An den immer stark und sehr zahlreich besetzten Bezirksmeisterschften der Altersklassen acht bis elf nahmen aus Gardelegener Sicht von zwei aussichtsreich gemeldeten Athleten letzten Endes nur einer teil - Jordi Knipp. Der aber in der Alterklasse M09 bei seinen Starts vorne mitmischte. Dabei ist aufgefallen, dass die Siegesleistungen dieser Altersklasse auch in der M10 oder M11 in allen Disziplinen fast zum Sieg oder mindestens zum Podest gereicht hätte, was insgesamt für das Athletenniveau des Jahrgangs 2005 in unserem Bezirk spricht.

Zu Beginn stand für den teilweise einen Kopf kleineren Jordi Knipp eine seiner Schokoladendisziplinen auf dem Programm. Im Ballwurf führte mit Mika Sachtleben nach dem Vorkampf ein Athlet vom Sportclub Magdeburg, der mit 42 Metern neue persönliche Bestleistung geworfen hatte. Jordi lag mit knapp 40 Metern auf Rang zwei, die 20-köpfige Konkurrenz folgte erst mit 36 Metern. Im Endkampf der letzten drei Versuche konnte der SCM-Athlet sich nicht weiter steigern und musste zusehen, wie Jordi seine letzten drei Versuche mit verändertem Anlauf absolvierte. Nachdem beim letzten Versuch Anlauf und Abwurfwinkel fast perfekt passen sollten und Jordi alles reinlegte, landete der 80 g-Schlagball doch tatsächlich bei tollen 44,02 Metern, die ihm am Ende den Bezirksmeistertitel einbringen sollte und selbst das Kampfgericht zum Beifall zwangen.

Mit dieser Weite schob er sich aktuell in der Deutschen Bestenliste auf Rang fünf. Zur Führung, wie vor zwei Jahren, würden noch zwei Meter fehlen, die bei günstigen Windbedingungen im Laufe der Saison vielleicht noch machbar sein könnten.

Als zweite Entscheidung stand für Jordi der 50 Meter-Sprint auf dem Zeitplan, wo vier Vorläufe ausgetragen wurden. Hierbei konnte er seine persönliche Bestleitung mit bereits 8,19 Sekunden um über 0,2 Sekunden verbessern und qualifizierte sich für den Endlauf der besten Acht. Im einem spannenden und engen Finale steigerte er sich nochmals auf 8,15 Sekunden, die zufriedenstellend Platz acht bedeuteten.

In der letzten Disziplin - dem Weitsprung - sollte möglichst eine Medaille anhand der gemeldeten Bestleistungen her. Jordi, der im Vorfeld schon Weiten zwischen 4,10 und 4,20 Metern erzielt hatte, konnte das nur bei den letzten beiden Versuchen im Endkampf mit vollem Anlauf an diesem Tag zeigen, die aber strittig vom Kampfgericht ungültig gegeben wurden, da dieser abgelenkt zum Absprungzeitpunkt gar nicht zur Markierung schaute.

So standen am Ende mit 3,84 Meter aus dem Vorkampf und Rang vier ein Abschneiden unter Wert in dieser Disziplin zu Buche, denn die Medaillen wurden im machbaren Bereich von 3,90 bis 3,98 Meter vergeben. Dennoch zufrieden und strahlend mit zwei persönlichen Bestleistungen über 50 Meter und im Ballwurf trat er seine Heimreise an.