Nun ist der 6. Eizo-Itagaki-Pokallauf schon wieder Geschichte. Über 200 Laufbegeisterte tummelten sich am vergangenen Sonntagvormittag im Start-Ziel-Bereich und nahmen eine der vier verschiedenen Strecken unter die Laufschuhe.

Gardelegen l Wieder hatten Gunnar Itagaki und seine fleißigen Helfer von den Kernigen Altmärkern keine Kosten und Mühen gescheut, um den Läuferinnen und Läufern aus nah und fern beste Bedingungen zu bieten. Sportlich zahlten die Teilnehmer das mit hervorragenden Leistungen zurück.

Allen voran ist da natürlich der amtierende Deutsche Meister im Marathonlauf, Frank Schauer (SC Magdeburg) aus Kalbe zu nennen. Schauer selbst nimmt immer wieder gern an diesem Volkslauf, der auch zur Serie des Elbe-Ohre-Cups (EOC) zählt, teil. Klar, dass er seiner Favoritenrolle bei fast tropischen Bedingungen - die relative Luftfeuchte lag bei knapp 90 Prozent und die Außentemperatur schon bei über 24 Grad Celsius - auch gerecht wurde. Der Mildestädter gewann den langen Kanten über 12 Kilometer in 37:47,40 Minuten. Somit war er ganze 3,5 Minuten früher im Ziel als der Zweitplatzierte Yves Löbel, der ja auch nicht gerade als "Laufkundschaft" bekannt ist.

"Naja, ich streue diesen Lauf als lockere Trainingseinheit ein. Ab der kommenden Woche beginnt schon meine Vorbereitung für den Frankfurt-Marathon, der im Oktober stattfindet. Da heißt es wieder Kilometer schrubben", so Schauer. Der und auch fast alle anderen Läuferinnen und Läufer hatten sogar fast den Startschuss verpasst, da Norbert Buklitsch (Vertreter der Start Gardelegen) einen nervösen Finger am Abzug der Startpistole hatte. Manch ein Läuger hatte noch icht einmal seine Stoppuhr klar gemacht, da knallte es schon im Hintergrund.

Paul Weinmann in nur 23:06,40 Minuten im Ziel

Doch bevor die Hauptläufe über 6 und 12 Kilometer gestartet wurden, kamen erst einmal die Kinder auf ihre Laufkosten. Pünktlich 10 Uhr gingen nämlich die 1,5- und 3-Kilometer Läuferinnen und Läufer auf die kleine Runde. Über die kurze Distanz hatte eine Altmärkerin die Nase vorn und zeigte den Jungen nur die Hacken. Tabea Schmelzer (Stendaler LV) siegte in 7:43,40 Minuten und verwies Daniel Heidel und Morten Wildhage auf die Plätze. Absoluter Hingucker dieses Laufes war aber der erst sechsjährige Robin Bruschek. In zünftiger Paris-St.-Germain-Kluft kämpfte sich der Knirps ins Ziel und erntete dafür tosenden Beifall.

Über 3 Kilometer hatte Lokalmatador Enzo Itagaki die Nase klar vorn. Schon nach der ersten Runde hatte er einen kleinen Vorsprung vor Titus Willatowski herausgelaufen und vergrößerte den Abstand bis zum Zieleinlauf weiter.

Über die 6-Kilometer-Strecke war dagegen Paul Weinmann aus Genthin nicht zu bezwingen. In atemberaubendem Tempo lief er nicht nur den berühmten Berg am Feuerwachturm auf halber Strecke hoch, sondern setzte noch zum Zielsprint an, um eine gute Zeit zu erreichen. Das passte natürlich auch, denn er benötigte nur 23:06,30 Minuten. Schnellste Frau über diese Distanz war Britta Heidecke, die so manchen männlichen Kollegen hinter sich ließ.

   

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