Handball-Nordligist VfB Klötze 07 befindet sich derzeit mitten in den Vorbereitungen zur neuen Saison. Zwar heißt es für die Spieler momentan noch mehr Laufschuhe und Konditionsschweiß statt Hallenboden und Ball an der Hand, doch in der Purnitzstadt ist man sich einig - von nichts kommt nichts.

Klötze l Kürzlich wurden dann auch die neuen Spieler vorgestellt. Neu im Team der Klötzer sind mit André Thiele und Sandrino Benecke zwei Spieler des SV Oebisfelde. Benecke bringt viel Verbandsliga-Erfahrung mit, während André nun Bruder Reno zum VfB folgte. Nach dem Weggang von Keeper Frank Tobies mussten die Verantwortlichen um Michael Cibis natürlich reagieren und verpflichteten mit Claudius Düster ein hoffnungsvolles Nachwuchstalent vom SVT Uelzen/Salzwedel. "Er zeigt sehr gute Reaktionen und entwickelt sich prächtig", so Cibis schon vor einigen Wochen. Komplettiert werden die Neuzugänge von Daniel Jordan, der vom SV Rohrberg den Weg nach Klötze fand. "Damit sind wir gut aufgestellt und können beruhigt in die Saison gehen", so Spartenchef und Fördervereinsvorsitzender Frank Richter.

Doch auch auf dem Trainerstuhl gab es eine große Veränderung. Mit Achim Gamm konnten die VfB-Verantwortlichen einen erfahrenen Trainer mit Verbands- und Oberligaerfahrung gewinnen. Gamm selbst ist als ruhiger und sachlicher Vertreter seiner Zunft bekannt, erarbeitet gern taktische Konzepte und hat in den letzten Jahren mehrfach bewiesen, dass er eine Mannschaft führen kann. Mit seiner Sieben vom VfB peilt der Trainer zumindest einen einstelligen Tabellenplatz an. Frank Richter konkretisiert: "Wir wollen von Anfang an nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Ich hoffe, wir können uns am Ende der Saison über einen fünften oder sechsten Platz freuen. Dann hätten wir unser sportliches Ziel erreicht". Doch die Saison wird kein Zuckerschlecken. Die Konkurrenz ist groß und die Liga sehr ausgeglichen. "Da kann Jeder Jeden schlagen. Da reicht manchmal eine kleine Serie und du bist oben mit dabei, verlierst du aber mal drei Spiele in Folge, kannst du auch schon wieder im Tabellenkeller stehen", so Richter.

Und das Auftaktprogramm hat es in sich. Zunächst geht es für die Gamm-Sieben im Rahmen des Nord-Pokals am Sonntag, 7. September, gegen den BSV Magdeburg III zur Sache. Eine Woche später wartet dann schon Staffelfavorit HV Lok Stendal auf die Klötzer. "Die Stendaler, der FSV Magdeburg und noch ein, zwei andere Teams sind die Favoriten auf den Staffelsieg. Dahinter wollen wir uns dann platzieren", so Richter.

Übrigens stehen in der aktuellen Nordliga-Staffel nur noch elf Mannschaften - darunter natürlich auch die SG Neuferchau/Kunrau. Auf diese beiden Derby-Spiele freut man sich beim VfB schon besonders, obwohl die Ergebnisse in den letzten Jahren eher nicht stimmten. Zumeist hatte nämlich die SG die Nase vorn. Mannschafts-Betreuer Günther Gohl ist aber optimistisch: "Dieses Mal werden wir zu Hause gewinnen, da bin ich mir sicher. Ich jedenfalls glaube fest daran", so der mittlerweile 66-Jährige. Gohl wird auch Trainer Gamm in der Spiel-Nachbetrachtung und in der Pressearbeit unterstützen.

Verbandsliga-Absteiger SV Oebisfelde II zog seine Mannschaft bereits zurück. Der Verband und der Spielbezirk entschieden, dass es keinen Nachrücker geben wird. Somit wird es am Ende der Saison auch nur einen Absteiger geben.

Dennoch hat der VfB einen weiteren schmerzlichen Verlust hinzunehmen. Mit Michael Cibis verlässt ein absolutes Zugpferd des VfB das Schiff. Cibis kümmerte sich zumeist hinter den Kulissen um das Wohl der Handballer, lotste Spieler und Trainer an die Purnitz, verdiente sich Bestnoten in der Fördervereins-Arbeit und ließ auch den Nachwuchs nicht aus den Augen. "Ich schaffe es einfach beruflich nicht mehr, all die Dinge unter einen Hut zu bekommen. Ich habe jetzt noch einmal mitgeholfen, den Trainer und einige Spieler zu verpflichten, aber nun ist erst einmal Schluss für mich", so Cibis. Natürlich hoffen seine Teamkollegen, dass er zumindest die Zeit findet, ab und an mal für die zweite Mannschaft in der Kreisliga aufzulaufen oder aber sich als Zuschauer auf der Tribüne die Spiele der ersten Mannschaft anzusehen.