Er gilt als großes Nachwuchstalent beim SV Eintracht Salzwedel und ist mit seinen jungen 18 Jahren schon fester Bestandteil der ersten Männermannschaft. Das alles, obwohl Philip Müller eigentlich noch in der A-Jugend mitwirken könnte.

Salzwedel l Mit fünf Jahren begann Philip Müller, seine überschüssige Energie in der Leichtathletik zu lassen. Dort wurde der eingefleischte Gladbach-Fan aber nicht glücklich, so dass er über Freunde zum SV Eintracht Salzwedel gekommen war. Sein erster Förderer war dort sein Vater, Stefan Theuer. Von da an sammelte er Kreismeistertitel und Pokalsiege en masse.

Aber das ist, wie er sagt, nichts Überraschendes, da Salzwedel im Nachwuchs das Beste im Umkreis ist. Zum Anfang seiner Laufbahn ragte Philip noch nicht heraus, da er doch recht schmächtig war. Erst im E-Jugend-Alter wurde sein Talent auf der Position des Stürmers entdeckt.

Als es dann endlich auf das Großfeld ging, spielte er im zentralen Mittelfeld, unter dem damaligen Trainer Ingo Werner, eine tragende Rolle. Von dort an ging es steil bergauf in seiner Entwicklung. Bisheriger Höhepunkt seiner jungen Laufbahn als Spieler dürfte wohl die letztjährige A-Jugend-Saison gewesen sein. "Ich kam damals als B-Jugend-Spieler in eine bereits gut eingespielte Mannschaft und hätte nicht gedacht, dort gleich Stammspieler zu werden."

Als Landesliga-Aufsteiger wurde die damalige Mannschaft um Roland Gürges und Helge Kietzke Dritter in der Verbandsliga. Laut Philip Müller wäre aber selbst dort noch mehr drin gewesen, da man speziell auf der heimischen Flora durch Unerfahrenheit unnötig Punkte liegen ließ. "Germania Halberstadt und Lok Stendal waren einfach schon einen Schritt weiter, weil sie schon länger in der Liga gespielt haben." Trotz dieser starken Saison ist sich Philip Müller sicher, dass seine größten Förderer sein Vater und Ingo Werner waren. Unter diesen Trainern machte er die größten Entwicklungssprünge.

Im Männerbereich ist Philip nun seit dieser Saison tätig. Obwohl der Saisonstart bisher nicht optimal verlief, sagt er selber, dass es erst wenige Spiele waren und man deshalb die Ruhe bewahren sollte. Weiter: "Mit dem ersten Erfolgserlebnis wird der Knoten platzen." Außerdem darf man auch nicht vergessen, wie jung der Altersdurchschnitt der Mannschaft ist und dann dauert so ein Reifeprozess ein bisschen länger. Insgesamt wurde Müller wie alle Nachwuchsspieler gut ins Team aufgenommen und nicht nur auf dem Platz gut integriert.

Selbstverständlich ist es dennoch nicht unüblich, obwohl man eine feste Größe im Team der ersten Mannschaft ist, dass man auch mal in der Zweiten und vielleicht sogar in der A-Jugend aushilft. Aber auch da ist sich der Fußballfanatiker nicht zu schade, auch wenn man, wie er sagt, "sicherlich auch mal eine Pause benötigt." Doch insgesamt lebt Philip für den Fußball und investiert viel Zeit in sein Hobby, um sich zu verbessern und um die Mannschaften zu unterstützen, in denen er spielt. Sportlich sieht er sich selber als Vorbereiter und Spielgestalter. Er schießt natürlich auch gern mal ein Tor, aber das Vorbereiten sieht er als seine Aufgabe an.

In Zukunft sieht sich Philip nur beim SV Eintracht Salzwedel und hat noch viele Ziele. "Dieses Jahr muss man einfach im gesicherten Mittelfeld überstehen", sagt er. Aber da der Erfolg das erklärte Ziel des Nachwuchskickers ist, sollte in den nächsten Jahren die Kurve natürlich nach oben in Richtung Landesliga gehen.