Mit gemischten Gefühlen starten morgen die Handball-Männer des SV Oebisfelde gegen den TuS Radis, gespielt wird ab 18 Uhr in Gräfenhainichen, in ihre fünfte Serie in der Mitteldeutschen Oberliga.

Oebisfelde l Hauptproblem bei den Oebisfeldern sei das Personal. "Wir haben derzeit zwölf einsatzfähige Akteure im Kader zu stehen. Für die Mitteldeutsche Liga eigentlich zu wenig", sagte SVO-Trainer Hendrik Tuschy. Spieler Nummer 13 ist Christian Herrmann. Doch der Linkshänder hat noch mit seinem Kreuzbandriss zu tun und würde frühestens zu Beginn der Rückrunde zurückkehren. Dagegen schmiss der junge Nick Blume vom HV Solpke/Mieste vor kurzem überraschend das Handtuch und meldete sich wieder bei seinem Stammverein an.

Da auch die Vorbereitung nicht nach den Vorstellungen von Tuschy verlief - auf Grund von Arbeit und Urlaub hatte der Trainer nur beim Trainingslager in Osterburg den kompletten Kader beisammen und der SVO konnte nur sieben von 14 geplanten Testspielen absolvieren - müsse die Zielstellung für die neue Saison heruntergeschraubt werden. "Angesichts dieser Umstände ist Platz drei wie in der vergangenen Serie wohl nicht zu wiederholen", schätzte Tuschy ein.

Doch der Übungsleiter aus Wolfsburg ist auch Optimist: "Die Mannschaft ist eingespielt und die Moral stimmt. Das ist sehr viel wert. Wenn wir auf Platz fünf einkommen würden, wäre das eine tolle Leistung. Allerdings darf uns dann personell so gut wie nichts passieren."

Ganz vorn in der Tabelle sieht Tuschy indes den HC Aschersleben, Absteiger aus der dritten Liga, die neuformierten Hallenser, die Aufstiegsbereitschaft signalisiert hätten, und auch den HC Glauchau/Meerane.

Zunächst geht es morgen jedoch erst einmal gegen den TuS Radis - eine für den SVO immer unbequeme Mannschaft. In acht Vergleichen gab es bislang fünf Unentschieden. So auch in der vergangenen Saison. 32:32 trennten sich beide Vertretungen in Gräfenhainichen. Einen Sieg landete der SVO bei den TuS-Mannen indes noch nicht.

"Es wäre gut, wenn wir den Bock endlich umstoßen könnten. Danach erwarten wir Aufsteiger Spergau, gegen den wir gewinnen wollen. Dann hätten wir 4:0 Punkte auf dem Konto. Die würden uns mit Blick auf die nachfolgenden Spiele etwas Ruhe verschaffen", so Tuschy.

Allerdings muss der Trainer wahrscheinlich schon morgen den ersten Ausfall akzeptieren. Kreismann Nico Bischoff, der auch stark in der Abwehr steht, wird wohl krankheitsbedingt passen müssen.