Möringen/Potzehne l Drei Niederlagen in Folge - doch das Wort "Krise" nimmt beim SV Grün-Weiß Potzehne (noch) niemand in den Mund. "Wir wissen, woran es liegt und müssen daran arbeiten", erklärt Potzehnes Trainer Nico Bremse vor dem heutigen Nachholduell im Rahmen der Fußball-Landesklasse, Staffel I, beim Möringer SV.

Möringen kontra Potzehne: Vor der Saison hätte man wohl eine Spitzenpartie erwartet. Beide Teams sind aus der Landesliga abgestiegen. Doch heute ab 15 Uhr trifft der Rang-14. (Möringen/vier Punkte) auf den Tabellensiebten (Potzehne/zehn Zähler). Während sich der MSV aktuell mit dem Abstiegskampf vertraut machen muss, sind die Grün-Weißen nach gutem Start ins Mittelfeld abgerutscht. Das Bremse-Team verlor zuletzt dreimal in Folge (Goldbeck 0:4, Arneburg 0:2, Salzwedel 3:4). "Die Truppe ist intakt, die Stimmung völlig okay. Wir müssen genauso weitermachen wie zuvor, doch unsere einfachen Fehler abstellen, die dann sofort mit Gegentoren bestraft werden", erklärt Coach Bremse.

In Möringen, das zuletzt das Kellerduell in Beetzendorf deutlich mit 0:3 verlor, möchten er und sein Team in die Erfolgsspur zurückfinden. "Ich erwarte von allen Spielern, dass sie vernünftig zu Werke gehen. Ich kann ihnen keinen Vorwurf machen, auch die Spieler der Zweiten und Altherren, die bisher ausgeholfen haben, haben ihre Sache super gemacht", verrät Potzehnes Coach, der froh ist, dass seine Elf zu Beginn der Saison bereits ihre Punkte gesammelt hat. Damit steht man aktuell zumindest nicht allzu sehr unter Druck.

Dem Mitabsteiger aus Möringen tritt Nico Bremse, der nach wie vor auf die langzeitverletzten Jan Küllmei, Enrico Bierstedt und Phillip Lehrmann verzichten muss und noch um die Einsätze einiger erkälteter Spieler bangt, jedenfalls mit dem nötigen Respekt entgegen. "Die haben auch in der Landesliga nicht schlecht gespielt, hatten aber oft auch kein Glück. Jetzt haben sie einen neuen Trainer. Auf die Tabelle schaue ich jedenfalls nicht so sehr", fügt Bremse an. Der MSV steht nach seinem Fehlstart bereits mit dem Rücken zur Wand. Bleibt abzuwarten, ob Neucoach Olaf Harfenmeister für den erhofften Umschwung sorgen kann.