Es gibt vermutlich nur einen Ort, an dem sich an einem Tag alle Sportgrößen der westlichen Altmark treffen - nämlich das Winterfelder "Wieseneck". Dort versammelten sich am Freitagabend die erfolgreichsten Aktiven des Jahres 2014 und erhielten die Ehrengabe des Landrates Michael Ziche sowie des Kreissportbundes Altmark West.

Winterfeld l Landrat Michael Ziche oder auch dem Vorsitzenden des KSB Altmark West, Lutz Franke, dürften vom ständigen Gratulieren noch immer die Hände glühen. Insgesamt 113 Sportlerinnen und Sportler hatten sich mit herausragenden Leistungen im aktuellen Sportjahr die Auszeichnung verdient. Allerdings konnten einige davon ihre Preise nicht direkt vor Ort entgegen nehmen.

Das tat der gewohnt tollen Stimmung allerdings keinen Abbruch. Bis auf ein paar wenige Plätze war der Saal des "Wiesenecks" prall gefüllt. Von Landesmeistern, Deutschen Meistern bis hin zu Olympia- und Weltmeisterschafts-Teilnehmern war alles in Winterfeld vertreten. Umso anerkennender waren dementsprechend auch die Grußworte von Landrat Michael Ziche. "Es waren Leistungen, die nicht alltäglich sind. Sie alle haben Ihren Verein, Ihre Gemeinde, aber auch den gesamten Kreis würdig vertreten. Ich weiß, dass dort sehr viel Schweiß geflossen ist. Deshalb möchten wir heute die Chance nutzen, Ihnen zu danken. 2014 war ohnehin ein spannendes und erfolgreiches Jahr. Im KSB haben wir neuerdings 167 Vereine, von denen zwölf in diesem Jahr ein Jubiläum gefeiert haben. Ein Dank gilt natürlich auch den Trainern, Übungsleitern, Eltern und Großeltern", erklärte Ziche, der hervorhob, dass die Westaltmark mit Bogenschützin Cynthia Freywald (SGi Groß Apenburg) eine Olympia- sowie den Fußballern John-Pierre Friedrichs und Günter Ahlfeld (beide BSV Salzwedel) zwei Behinderten-Weltmeisterschaftsteilnehmer stellte.

Cynthia Freywald, die mittlerweile die Sportschule in Berlin besucht und im August erfolgreich - sie durfte sich im Mixed über eine Silbermedaille freuen - an Jugend-Olympia im chinesischen Nanjing teilnahm, erhielt zudem aus den Händen vom Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Altmark West, Ulrich Böther, den Preis für die sportlich wertvollste Leistung des Jahres 2014. Natürlich traf man auch wieder zwei "altbekannte" Gesichter bei der Ehrengabe an. In 21 Jahren zum 21. Mal dabei waren Kraftsportler Günter Lüdecke vom VfB Klötze 07 und Leichtathlet Ralf Düring vom BSV Salzwedel. Seine immerhin 20. Einladung erhielt Kraftsportler Volker Schwertz vom PSV Salzwedel, der zum Jubiläum auch noch ein Extra-Präsent erhielt. Doch nicht nur die Altgedienten hatten Grund zur Freude, sondern auch der Nachwuchs. So zum Beispiel der kleine Tenniscrack Jordi Knipp vom TC Grün-Weiß Gardelegen, der sich bei den Ostdeutschen Meisterschaften jüngst in diesem Monat den zweiten Platz sicherte und sich als einer der Ersten seinen Preis abholen durfte. Ebenfalls geehrt wurden Mannschaften in der Jugend (SV Gardelegen Gymnastik, SSV 80 Gardelegen Volleyball und PSV Gardelegen Leichtathletik) und bei den Erwachsenen (Kreisauswahl Kegeln, VfL Kalbe/Milde Basketball, Schützenverein Letzlingen und BSV Salzwedel Fußball).

Bevor allerdings die Aktiven unter starkem Applaus nach vorne gebeten wurden, durften sich noch einige Ehrenamtliche und Funktionäre über besondere Auszeichnungen freuen. Beispielsweise erhielten Christine Staschat (VfL Kalbe/Milde), Uwe Bartels (TSV Adler Jahrstedt), Gerd Niebur (SV 04 Rohrberg) und Erich Krümmling (SV Grün-Weiß Potzehne) für ihre Verdienste in ihren Vereinen die Ehrennadel des Landessportbundes Sachsen-Anhalt in Gold. Fritz Schulz (Schützengilde Kalbe/Milde) und Wilhelm Schmidt (SV Brunau 06) durften sich über die Ehrenmedaille des Kreissportbundes Altmark West, Hans-Dieter Prehm (SV Kemnitz) sogar über die Ehrenmedaille des Landessportbundes Sachsen-Anhalt freuen. Derweil erhielten Harald Lotsch (VfL Kalbe/Milde) und Günther Freitag (Heideschützen Letzlingen) die Ehrengabe des Landrates.

Nachdem alle Preise vergeben waren, eröffnete Landhotel-Inhaber Jürgen "Jockel" Herrmann das wie immer leckere und abwechslungsreiche Buffet. Währenddessen wurden natürlich auch noch einige (sportliche) Fachgespräche geführt. Bleibt eigentlich nur die Frage offen: Wie viele der anwesenden Sportlerinnen und Sportler werden 2015 erneut die Ehrengabe entgegen nehmen dürfen?

   

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