Salzwedel l Das vergangene Wochenende stand für einige Bogensportler der WSG "Jenny Marx" Salzwedel ganz im Zeichen des Bogensports. Am Sonnabend starteten sie beim 23. Leipziger Hallenturnier und am Sonntag beim Christmas Cup der Thüringer Schützenjugend in Erfurt.

Bei beiden Turnieren erzielten sie persönliche Bestleistungen und belegten ausgezeichnete Plätze. Ein Wermutstropfen mussten die WSG-Aktiven allerdings schlucken, denn der sehr leistungsstarke Vorjahresgewinner in Leipzig und Erfurt Sirko Stottmeyer (U14) musste seinen Start wegen einer Verletzung in Leipzig abbrechen und konnte so auch nicht in Erfurt starten. Die anderen Starter zeigten sich aber von ihrer besten Seite und beeindruckten teilweise sogar die jeweiligen Gastgeber. In Leipzig ragten besonders die Leistungen von Sarah Stottmeyer und Dennis Wegele heraus. Dennis Wegele (U14) erreichte 551 Ringe und kam bis auf zwei Ringe an seine persönliche Bestleistung heran. Dafür durfte er auf dem Siegertreppchen die Goldmedaille in Empfang nehmen.

Sarah Stottmeyer holt die Goldmedaille

Sarah Stottmeyer (U17w) holte für die WSG eine weitere Goldmedaille. Mit 534 Ringen fehlte ihr nur ein Ring zu ihrer persönlichen Bestleistung. Ihre Mannschaftskameradinnen der Altersklasse U17 standen dieser Leistung aber nicht viel nach. Michelle Ehret kam auf 510 Ringe und verbesserte ihre persönliche Bestleistung um neun Ringe und belegte den bronzenen Platz. Alexina Ludorff schoss mit 509 Ringen nur einen Ring weniger, musste aber mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden sein. Freude kam auch über die Leistung von Chantal Lucas (U14) auf. Seit ihrem Turniereinstieg beim Jeetzepokal verbesserte Chantal auf jedem der folgenden Turniere ihre persönliche Bestleistung. In Leipzig schaffte sie es erwartungsgemäß die 400er Ringmarke zu knacken. Mit 405 Ringen war sie wieder um elf Ringe besser als in Döbeln. Wenn dieser kontinuierliche Aufwärtstrend so anhält, dann dürfte sie bald in den Platzierungen ganz oben stehen. In Leipzig reichte es für den fünften Platz.

Ganz und gar aufgeregt war der kleine Niel Bindemann (U10) bei seinem ersten Turnier außerhalb seines Heimatortes. Er machte deshalb noch viele Fehler und kam so nicht an seine beim Jeetzepokal gezeigte Leistung heran. Mit 246 Ringen kam er auf den vierten Platz.

Während das Leipziger Hallenturnier nach den Regularien des DBSV durchgeführt wurde, war der Erfurter Christmas Cup ein Turnier des Deutschen Schützenbundes und nur für Schüler und Jugendliche bis zur Juniorenklasse angelegt. Demzufolge gab es in den einzelnen Altersklassen relativ große Startfelder, so dass es schon außerordentlich guter Leistungen bedurfte in die Nähe eines Medaillenplatzes zu gelangen. Angesichts dieser Situation gaben die Salzwedeler Starter alles und setzten gegenüber dem Vortag noch einen drauf. Überragend waren wieder Sarah Stottmeyer und Dennis Wegele. Dennis Wegele (Schülerklasse A) blieb mit 552 Ringen nur einen Ring unter seiner persönlichen Bestleistung. Obwohl er sich mit 18 Konkurrenten auseinandersetzen musste, gewann er überlegen die Goldmedaille. In der weiblichen Jugendklasse setzte sich das WSG-Trio mit Sarah Stottmeyer, Michelle Ehret und Alexina Ludorff an die Spitze der Konkurrenz. Sarah Stottmeyer erzielte mit 549 Ringen ein um 14 Ringe besseres Ergebnis als ihre bisherige persönliche Bestleistung und belegte damit den Siegerplatz. Michelle Ehret kam auf 524 Ringe und verbesserte ihre persönliche Bestleistung um 14 Ringe. Der Lohn war der silberne Platz. Alexina Ludorff erreichte 522 Ringe und setzte auch eine neue persönliche Bestmarke. Dafür gab es Bronze.

Alle waren gespannt auf das Abschneiden von Chantal Lucas. In der Schülerklasse A weiblich ging sie mit 15 Konkurrentinnen an den Start. Sie beendete den Wettkampf mit 436 Ringen und blieb diesmal sogar 31 Ringe über ihrer persönlichen Bestleistung. Das es nur Platz sechs wurde ist dabei nicht von Bedeutung. Mit ihrer kontinuierlichen Leistungssteigerung dürfte sie bald um Medaillen mitreden können.

Eine Gelegenheit zur Leistungssteigerung haben die WSG-Aktiven in diesem Jahr noch, denn am kommenden Sonntag geht es zum Dessauer Hallenpokal. Im Blickfeld aller Interessierten wird dabei auch Chantal Lucas sein. Wird es ihr gelingen eine weitere Leistungssteigerung zu erreichen?