Gardelegen l Für die Volleyballer des SSV 80 Gardelegen fängt das Jahr sportlich brachial an. Wie bereits am Nikolaustag heißt der Gegner am kommenden Sonntag (15 Uhr) MTV Wittenberg. In einem denkwürdigen Spiel besiegte der SSV 80 vor einem Monat dabei den haushohen Liga-Favoriten auf heimischem Parkett und vor einer tollen Kulisse mit 3:2 und vertagte die Meisterschaftsentscheidung zumindest erstmal bis auf das kommende Wochenende.

Und die Vorzeichen haben sich praktisch nicht geändert. "Sollten wir in Wittenberg nicht gewinnen können, ist das Ding durch", so die klaren Worte von SSV-Coach Gerhard Müller. Mit dem "Ding" meint der Trainer die Meisterschaft, um die der SSV nach dem Traumsieg aus dem Hinspiel immer noch mitspielt.

Dennoch, mit ein wenig Abstand betrachtet, war im Dezember sogar mehr drin als nur die zwei Punkte. "Wittenberg war mit dem einen Punkt noch gut bedient und hatte Glück, nicht komplett ohne Punkte nach Hause fahren zu müssen", so SSV-Akteur Tobias Weber. Dennoch würden sich er und seine Kollegen über ein ähnliches Ergebnis wie das in Gardelegen freuen. "Wir gehen positiv an die Aufgabe heran, die Chancen stehen 50:50. Wir haben gezeigt dass wir mithalten können. Es wird darauf ankommen, dass wir in der Annahme konzentriert sind und unser Blockspiel weiter verbessern", so die Marchroute von Gerhard Müller.

Allerdings bezeichnet der SSV-Übungsleiter den MTV Wittenberg schon als Favoriten, gerade vor eigenem Publikum. "Wir dürfen uns keine Schwächephasen erlauben, wollen die Stimmung hochhalten und werden keine Angst zeigen", legt Tobias Weber weiter nach.

Er selbst kann allerdings aus beruflichen Gründen nicht mit nach Wittenberg reisen. Ansonsten sieht es personell sehr gut aus bei den Altmärkern. Sollte sich beim vereinsinternen Hallenfußballturnier des SSV am heutigen Abend kein weiterer Spieler verletzen, dürfte nur noch Georg Schumann mit einer Handverletzung ausfallen.