Die Tabelle der Fußball-Kreisoberliga gibt genau das vor der Saison erwartete Szenario wieder: Es ist zum Dreikampf zwischen dem SV Heide Jävenitz, dem Diesdorfer SV und dem SV Langenapel um den Titel gekommen. Den ersten Teil dieses Fights haben die Jävenitzer knapp für sich entschieden.

Salzwedel l Der SV Heide Jävenitz ist Herbstmeister in der höchsten Spielklasse des Altmarkkreises Salzwedel. Danach sah es lange nicht aus. Zumeist war die Mannschaft von Trainer Guido Euen sogar nur die "dritte Kraft" in der Liga hinter Langenapel und Diesdorf. Am Ende des Jahres 2014 standen die Heide-Mannen um den Führenden der Torjägerliste, Christopher Schmidt (23 Treffer/Euen: "Ganz ehrlich, ohne ihn würden wir auch kein Meister werden), allerdings ganz oben im Tableau. Bedanken können sie sich hauptsächlich bei ihrer Offensive, denn aufgrund der bereits 66 erzielten Treffer und dem vergleichsweise besseren Torverhältnis liegen die Jävenitzer vor dem punktgleichen Diesdorfer SV (beide 42 Zähler).

"Die Jungs haben das bisher toll gemacht, unterm Strich sind wir recht stabil aufgetreten und haben uns schnell gefunden. Wir haben eine ausgeglichene erste Halbserie gespielt", analysiert Heide-Coach Guido Euen den ersten Teil der Spielzeit. "Auf ganzer Linie enttäuscht" habe seine Mannschaft, so Euen, nur bei der 1:2-Niederlage in Diesdorf. "Dort hat kein Spieler Normalform erreicht", fügt der Übungsleiter an. Weniger ärgerte er sich über die deutliche 1:7-Klatsche bei Salzwedels Landesklasse-Reserve. "Solche Spiele gibt es eben. Da heißt es: Mund abputzen und weiter geht`s", so Guido Euen. Die übrigen 14 Partien gestalteten Friedenreich Co. siegreich. Noch gänzlich unbezwungen ist der Diesdorfer SV, der sich allerdings bereits drei Remis (2:2 Klötze, jeweils 1:1 Jübar/Bornsen und Mieste) erlaubte. Das Kleiner-Team, in dem speziell die neuformierte Viererkette bisher einen guten Job erledigte, bezwang zwar die Mitkonkurrenten aus Jävenitz (2:1) und Langenapel (2:0), doch es reichte eben doch nicht ganz für die Herbstmeisterschaft.

"Man braucht eine perfekte Saison, um am Ende ganz oben zu stehen. Dabei ist die Disziplin wichtig, aber auch die Tatsache, dass man von größeren Verletzungssorgen verschont bleibt. Wer von diesen Faktoren her am Ende am meisten Glück hat, wird sicherlich Meister. Wir wollen den Schwung mit in die Rückserie nehmen und werden dann sehen, was kommt", erklärt Euen, der Spannung bis zum bitteren Ende erwartet. Diesdorf, gleich am 1. März erster Gegner der Jävenitzer, ist auf Augenhöhe, doch auch den SV Langenapel (37 Zähler) will der Heide-Trainer nicht vergessen. Zwar hat die SVL-Elf von Trainer Ronny Müller bereits fünf Punkte Rückstand auf die beiden Spitzenteams, doch abschreiben sollte man sie nie, wie die Vergangenheit zeigte. Die Langenapeler hatten gegen Ende des Jahres mit starken Verletzungssorgen zu kämpfen und verloren von den letzten vier Begegnungen allein drei. Dadurch verschenkten Neuling Co. nicht nur die Herbstmeisterschaft, sondern rutschten gleich auf Rang drei ab.

Wiederum acht Zähler Rückstand auf Langenapel hat der VfB Klötze 07. Die Purnitzstädter haben mit 29 Punkten den Fight um Rang vier gewonnen. Den möchte das Riewe-Team nach Möglichkeit verteidigen. Der VfB, der eine solide erste Halbserie spielte und auf heimischem Platz sogar Diesdorf (2:2) und Langenapel (0:0) ärgerte, hat allerdings den starken Aufsteiger FSV Eiche Mieste (28 Zähler), den FC Jübar/Bornsen (26), die SG Eintracht Mechau (25) und den SV Eintracht Salzwedel II (24) im Rücken, die es ebenfalls auf den vierten Platz abgesehen haben. Den letzten einstelligen Platz, Rang neun und damit jenseits von Gut und Böse, belegt mit 22 Zählern auf dem Konto der SV Eintracht Vienau.

 

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