Der SV Estedt ist erster Sieger der neugegründeten Verbandsliga-Runde im Auflageschießen. Otte und Co. setzten sich im Rahmen des Finalschießens am vergangenen Sonntag in Letzlingen erst gegen Seehausen und später im Finale gegen Emersleben durch.

Letzlingen l Nur ein Stechen hätte die Spannung beim Finale der Verbandsliga Auflage Luftgewehr noch mehr in die Höhe schrauben können. Oftmals sah es zwischenzeitlich nach der einen oder anderen Stechentscheidung aus, letztlich kam es aber zu keinem einzigen Gleichstand in den insgesamt 18 spannenden Einzelpaarungen des Finaltages.

Ungewohnter Austragungsmodus

Ungewohnt für die sechs qualifizierten Mannschaften, war der Austragungsmodus des Finalkampfes. Geschossen wurde nämlich nach Ligamodus, das heißt Mannschaft gegen Mannschaft, Schütze gegen Schütze. Die Setzpositionen der Schützen wurden vor jeder Partie ausgelost. Und auch die leise Hintergrundmusik war nicht jeder Schütze gewohnt. Da die Gewinner der Nord- und Südstaffel aus Estedt und Emersleben direkt für das Halbfinale qualifiziert waren, lag es an den anderen vier Mannschaften in zwei Viertelfinals die jeweiligen Gegner zu ermitteln. Hier setzten sich die Teams aus Neuenhofe gegen Wittenberg sowie Seehausen gegen Löbejün durch.

Das Topergebnis der Halbfinals lieferte Bernd Kramer (Emersleben), der das Optimum von 300 Ringen erreichte. Das war auch notwendig, schoss sein Kontrahent Ekkehard Wolf (Neuenhofe) mit 297 Ringen nur knapp weniger. Am Ende setzte sich Emersleben mit 2:1-Einzelsiegen gegen den Neuenhofer LSV durch. Das zweite Halbfinale gewannen die Estedter Schützen gegen die SGi Seehausen deutlich mit 3:0.

Das kleine Finale um Platz drei zwischen Neuenhofe und Seehausen war lange Zeit sehr ausgeglichen. Nach jeweils 20 Schuss gab es bei zwei der drei Einzelduellen noch Gleichstand. Entscheidend am Ende für den 2:1-Sieg der Neuenhofer war das Duell zwischen Ekkehard Wolf und Cornelia Niebel, das letztlich mit 296 zu 294 der Neuenhofer für sich entschied.

Auch im Finale um Platz eins war die Spannung greifbar, gab es doch auch hier zwischenzeitliche Gleichstände sowie Führungswechsel. Die durchgängigen Ansagen der Zwischenstände sowie zum Beispiel der 100er-Serien setzte die Schützen sicherlich zusätzlich unter Druck. Nachdem die Positionen zwei und drei je einen Punkt für Emersleben beziehungsweise Estedt geholt hatten, richtete sich alle Aufmerksamkeit auf den Kampf zwischen Detlef Paul (Emersleben) und Birgitt Otte (Estedt). Da Birgitt deutlich schneller schoss, lag ihr Ergebnis von 295 Ringen schon vor, als Detlef gerade seine letzte Serie begann. Und es war klar: Nur eine 100er Serie (zum Stechen) würde Emersleben noch in der Partie halten. Nach Minuten voller Spannung lag das Ergebnis vor: 97 Ringe. Damit stand der Sieg der Estedter fest und die Freude der Altmärker war entsprechend überschwänglich.

Nach der Siegerehrung ging der durch die Heideschützen aus Letzlingen wieder optimal begleitete Wettkampf zu Ende.

Die Landessportleitung bedankt sich bei allen Schützen und Helfern für die disziplinierte und reibungslose Durchführung der Vor- und Finalkämpfe.