Viele interessante Partien zu bieten hat der 18. Spieltag der Fußball-Landesklasse, Staffel I, der am morgigen Sonnabend über die Bühne geht. Aus westaltmärkischer Sicht ist dabei sicherlich das Derby zwischen dem FSV Heide Letzlingen und dem SV Liesten 22 hervorzuheben.

Salzwedel l Alle Mannschaften der Staffel konnten am vergangenen Wochenende ihr erstes Punktspiel des Jahres austragen und wissen nun ungefähr, wo sie stehen. Aus westaltmärkischer Sicht verlief der 17. Spieltag alles in allem ordentlich. Spitzenreiter-Bezwinger SV Liesten 22 ist ab 14 Uhr zu Gast beim FSV Heide Letzlingen, der durch ein 3:2 gegen Beetzendorf ebenfalls erfolgreich ins Jahr startete. Der SV Eintracht Salzwedel, 3:2-Sieger gegen Krüden/Groß Garz, genießt gegen den Möringer SV erneut Heimrecht. Ebenfalls auf eigenen Plätzen treten der SV Grün-Weiß Potzehne (FSV Havelberg) und der MTV Beetzendorf (SSV Havelwinkel Warnau) an. Dagegen muss der SSV 80 Gardelegen die Reise zum Aufsteiger SV Preußen Dobberkau antreten.

FSV Heide Letzlingen - SV Liesten 22 (SR: Franz Julius Deelmann). Beide Teams starteten mit Siegen in das neue Jahr und gehen daher natürlich mit breiter Brust in dieses Duell. Etwas breiter ist sie womöglich sogar beim Rangsiebten aus Liesten, denn der bezwang Tabellenführer Goldbeck in der Vorwoche mit 3:0 und überzeugte mit mannschaftlicher Geschlossenheit und einer guten defensiven Grundordnung. Daran möchten die Mannen von Spielertrainer Lucas Bresch, der genau wie Markus Krotki und Martin Todte in den Kader zurückkehrt, morgen auch in Letzlingen anknüpfen. "Wir haben natürlich einen schweren Gegner vor der Brust, der überragende Spieler in seinem Kader hat, doch wir sind seit zehn Spielen ungeschlagen und wollen diese Serie fortsetzen", erklärt Mannschaftsleiter Dietrich Timm. Ein Punkt wird daher anvisiert. Verletzt fehlen nach wie vor Sven Komnick und Niels Bierstedt.

FSV Heide will daheim stabiler auftreten

In Letzlingen war man mit dem Auftritt beim 3:2 gegen Beetzendorf noch nicht rundum zufrieden. "Wir müssen unseren Rhythmus erst noch finden und wieder vernünftig Fußball spielen", sagt deshalb im Vorfeld FSV-Co-Trainer Michael Friedrichs. Zwar ist Letzlingen, im Hinspiel verdienter 2:0-Sieger, durch den Vorwochenerfolg wieder näher an Spitzenreiter Goldbeck herangerückt, doch spielerisch muss mehr kommen. "Nach dem 2:0 hatten wir einen völligen Blackout. Wir müssen über 90 Minuten stabiler agieren. Die Aufgabe wird sehr schwierig, denn Liesten kommt mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein", so Friedrichs, der auf Felix Belling und Dirk Lamprecht verzichten muss und noch um Fabian Schlamann bangt.

SV Grün-Weiß Potzehne - FSV Havelberg (SR: Christoph Rückmann). Es dürfte ein brisantes Duell werden zwischen dem Rangneunten (Potzehne) und dem Tabellendritten (Havelberg). Schon im Hinspiel konnten die Teams beim 2:2 keinen Sieger ausmachen. Die Grün-Weißen haben durch ein 2:1 beim Schlusslicht in Uenglingen zumindest schon mal die ersten drei Punkte des Jahres eingefahren. "Wir wussten nicht, wo wir stehen. Daher war es nicht einfach für uns, und wir sind froh, dass wir dieses Spiel gewinnen konnten", erklärt Potzehnes Trainer Nico Bremse. "Gegen Havelberg erwarte ich ein ganz anderes Spiel. Der Gegner versucht, vernünftig Fußball zu spielen, doch das liegt uns auch mehr", so Bremse. Spielerisch erhofft sich der Übungsleiter auch bei seiner Mannschaft noch einen kleinen Fortschritt. "Wir wollen noch einen Schritt nach vorn machen und natürlich zu Hause etwas Zählbares holen", sagt Nico Bremse, der auf den privat verhinderten Roy Bröckel verzichten muss.

SV Eintracht Salzwedel 09 - Möringer SV (SR: Michael Müller). Erste Halbzeit pfui, zweite Hälfte hui: So erging es der Eintracht in der Vorwoche. Mit 3:2 hatte man gegen Aufsteiger Krüden/Groß Garz aber immerhin noch das bessere Ende für sich. "Die Voraussetzungen sind diesmal die gleichen wie in der Vorwoche. Der Gegner steht hinter uns und auch aus dem Hinspiel haben wir noch etwas gut zu machen. Wir wollen gewinnen", so Salzwedels Trainer Burghardt Schulze. Doch so eine erste Halbzeit wie in der Vorwoche dürfen die Hansestädter nicht noch einmal abliefern. "Da haben Einstellung und Frische gefehlt. Wir müssen da weitermachen, wo wir in der zweiten Hälfte aufgehört haben", weiß Schulze. Der MSV, mit neuem Trainer (Heino Kühne) und Torjäger (Kevin Beyer), kommt nach dem 3:1 gegen Arneburg motiviert nach Salzwedel. "Wir müssen uns steigern und gegenhalten", fordert deshalb der SVE-Coach, der ohne die verletzten Mario Schulz und Kevin Gebert planen muss.

MTV 1880 Beetzendorf - SSV Havelwinkel Warnau (SR: Bernd Manecke). Dem Aufsteiger aus Beetzendorf ist das Glück in dieser Saison einfach nicht hold. Da stand der MTV in Letzlingen kurz vor einem Punktgewinn, mit Blick auf die Chancen womöglich sogar vor einem Sieg, und ging am Ende trotzdem mit leeren Händen vom Platz (2:3). "Das war natürlich ärgerlich, denn wir haben ein gutes Spiel gemacht. Die Moral stimmt, die Jungs müssen sich nur einfach mal belohnen", hofft Beetzendorfs Trainer Mayk Zürcher nun aber auf etwas Zählbares im Heimspiel gegen den Rangachten aus Warnau. "Dieser Gegner ist für mich schwer einzuschätzen. Doch wir brauchen die drei Punkte, denn uns läuft die Zeit weg", so Zürcher. Im Hinspiel war seine Elf, morgen ohne Gordon Bock und womöglich auch Neuzugang Robert Diekmann, beim 2:5 chancenlos. Das soll sich morgen jedoch ändern.

SV Preußen Dobberkau - SSV 80 Gardelegen (SR: Johannes Socha). Mit Aufsteiger Dobberkau (Platz 14) trifft Gardelegen nach dem 2:1 gegen Tangerhütte erneut auf ein Team aus der unteren Tabellenhälfte. Möglichst möchten die Rolandstädter auch erneut die drei Zähler einstreichen. "Im spielerischen Bereich müssen wir allerdings noch Fortschritte machen. Wir dürfen den Gegner, der durchaus kampfstark ist, nicht auf die leichte Schulter nehmen", denkt SSV-Trainer Norbert Scheinert noch immer an das knappe und etwas glückliche 5:4 im Hinspiel zurück. Mit der neuformierten Viererkette war Scheinert in der Vorwoche noch nicht gänzlich zufrieden. "Wir haben noch zu viel zugelassen. Daran müssen wir noch arbeiten", so Gardelegens Coach, der auf Simon Bache verzichten muss, bei Andy Stottmeister aber noch hoffen darf.