Die Mitteldeutschen Oberliga-Männer des SV Oebisfeldes stehen zwar als Absteiger fest, doch das Wort aufgeben kennt die Mannschaft von Trainer Hendrik Tuschy nicht. So landete der SVO am Sonnabend seinen zweiten Saisonerfolg. In eigener Halle wurde Grubenlampe Zwickau knapp mit 27:26 (14.14) bezwungen.

Oebisfelde l Die Sachsen aus Zwickau, wobei der sächsische Dialekt, weil vier Sportfreunde aus Tschechien und zwei aus Japan aufliefen, kaum zu vernehmen war, waren mit Optimismus in die Allerstadt gereist. Hatte die Mannschaft von Neu-Trainer Jiri Tancos, ebenfalls ein Tscheche und vormals in Diensten der HSG Freiberg, doch eine Woche zuvor in eigener Halle Rot-Weiß Staßfurt mit 34:28 abgefertigt. "In Oebisfelde wollen wir nachlegen und wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg sammeln", hatte Tancos im Vorfeld verkündet.

Doch die Zwickauer mussten ernüchternd die Heimreise antreten. Sie wurden von einem Kontrahenten empfangen, der kämpferisch alles in die Waagschale warf und dafür auch belohnt wurde. Sicherlich sahen die treuen SVO-Anhänger, knapp 250 hatten den Weg in die Hans-Pickert-Halle gefunden, keine hochklassige Begegnung, doch spannend war sie allemal.

Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte schienen die Oebisfelder nach Wiederanpfiff das Heft des Handelns in die Hand nehmen zu wollen. Denn Andreas Kalupke, David Eckert und Kapitän Florian Seiler erhöhten auf 17:14. Doch die Tuschy-Sieben setzte anschließend nicht konsequent genug nach. Die Gäste verloren daher nicht den Kontakt, glichen aus (23:23) und gingen durch Martin Vala sogar in Führung (24:23/49.).

In den letzten zehn Minuten entwickelte sich dann dein offener Schlagabtausch. Höhepunkt war die Schlussminute. Ondrej Masak hatte für die Sachsen den 26:26-Ausgleich besorgt. Der SVO rüstete sich zum Gegenangriff, wurde 40 Sekunden vor Abpfiff aber gestoppt. Grund: Trainer Tuschy nahm die Auszeit. Nach der kurzen Pause nutzte der SVO die Restzeit geschickt, wartete auf eine günstige Wurfposition. Die fand Michael Meichsner. Aus neun Metern hämmerte er das Leder in die Maschen - 27:26.

Zwickaus Gegenzug brachte dann nichts mehr ein. Tormann Frank Tobies, der zusammen mit seinem Kollegen Tobias Stefani, er parierte drei Siebenmeter, eine gute Partie ablieferte, wehrte den Ball ab. Danach war großer Jubel im SVO-Lager angesagt.

SV Oebisfelde: Stefani, Tobies - Schliephake, Koitek (5), Meichsner (4), Breiteneder, Thiele (1), Meinel (4), Vogel (3), Kalupke (3), Seiler (5/2), Eckert (2).

Siebenmeter: 2/2;Zeitstrafen: 2.