Dank eines ganz starken Auftritts feiertern am Sonnabend die Mitteldeutschen Oberliga-Handballer des SV Oebisfelde ihren sechsten Saisonerfolg. Gegen den Tabellenfünften HSG Wolfen fuhren die Schützlinge von Trainer Thomas Meinel einen unerwartet klaren 34:27 (19:12)-Sieg ein.

Oebisfelde. Während die SVO-Anhänger ihre Mannschaft nach Abpfiff feierten, musste sich die Wolfener Fan-Abordnung erst fassen. Auch HSG-Trainer Wolfgang Spitz rang nach Worten. Immerhin waren er und seine Sieben als beste Sachsen-Anhalt-Vertretung in der Mitteldeutschen Liga, Rang fünf, nach Oebisfelde gereist. Ihr Anspruch: Ein Sieg. Doch von dem waren die Gäste meilenweit entfernt. "Wir haben eine katastrophale Leistung abgeliefert. Auch die Ansprache zur Pause hat nicht gewirkt. Wir haben 60 Minuten komplett enttäuscht. Der Auftritt wird Konsequenzten haben, auch personelle", sagte HSG-Mann Spitz nach dem Abpfiff.

Derartige Töne waren aus dem Oebisfelder Lager natürlich nicht zu hören. Allerdings herrschte auch keine Friede-Freude-Eierkuchenstimmung. Denn die Männer um Trainer Meinel wissen schon, dass ihr glänzend herausgespielter Erfolg nicht mehr als ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt ist. Aber die Oebisfelder haben gezeigt, was in den noch sieben ausstehenden Begegnungen möglich ist.

Die Wolfener befanden sich indes nur in der Startphase auf Augenhöhe, als sie nach drei Minuten mit 3:1 vorn lagen. Dann holten die Oebisfelder zu ihrem ersten Schlag aus. Florian Seiler (2), Christian Herrmann, Alexander Vogel und Andreas Kalupke wandelten den Rückstand in eine 6:3-Führung um (7.). Spitz sah schon zu diesem frühen Zeitpunkt das Unheil kommen und nahm die Auszeit - umsonst. Die in der Abwehr sehr kompakt stehenden Allerstädter waren nicht mehr zu stoppen. Bis zur Pause erhöhten sie ihren Vorsprung auf sieben Treffer (19:12). Nach Wiederanpfiff spielte der SVO die HSG dann zwischenzeitlich an die Wand (27:16/40.). In den Schlussminuten ließ dann die Konzentration nach. Die Wolfener konnten so den Schaden noch begrenzen.

SV Oebisfelde: Drese, Stefani - Eckert (3), Nico Bischoff, Kornau, Herrmann (5), Vorobev (2), Thiele (6/1), Wolter (2), Vogel (4/1), Kalupke (7), Seiler (3), Norman Bischoff (2/1).

Siebenmeter: 6/3;Zeitstrafen: 4.

HSG Wolfen: Schönbomm, S. Müller - Najmann (9/3), Winkel, Lindner (2), Hein (1), Schulz, Spitz (1), Baumbach (6/4), M. Müller (2), Thiele, J. Bernhardt (6), N. Bernhardt.

Siebenmeter: 8/7;Zeitstrafen: 6.

Schiedsrichter: Uwe Ehrecke/Dirk Lugoboni (Lok Schönebeck/Eintracht Glinde).

Zuschauer: 250.

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