Bei der Sportgemeinschaft Leipziger Verkehrsbetriebe - kurz SG LVB - ist der Name Programm. Nicht nur, dass die Männer aus Sachsen an die Tabellenspitze der Mitteldeutschen-Handballoberliga gerast sind, sondern auch, weil sie vermutlich mit einem 50-Personen-Vehikel namens Bus an die Aller kommen werden.

Oebisfelde. Etwas voller sollte das Gefährt natürlich noch auf der Rückfahrt werden, denn dann sollten - ginge es nach den Leipzigern - auch die zwei Auswärtspunkte Platz genommen haben. Davon darf auch, bei allem Oebisfelder Optimismus, ausgegangen werden, denn der Tabellenführer empfahl sich am vergangenen Spieltag mit einem deutlichen 31:14-Erfolg gegen den HSV Ronneburg, der ja immerhin zwei Plätze vor der Sieben von Trainer Thomas Meinel rangiert.

Der Oebisfelder Übungsleiter weiß aber auch, dass die Leipziger nicht unschlagbar sind. "Das hat das Hinspiel gezeigt", so Meinel. Am 7. November des vergangenen Jahres holten die Kalupke & Co. nämlich ein Remis und knöpften dem haushohen Favoriten einen Zähler ab.

"Und wir haben kurz vor Schluss sogar noch mit drei Toren vorn gelegen, da waren sogar zwei Punkte möglich", so Meinel weiter, der morgen auf jeden Fall auf Florian Seiler (Ermüdungsbruch im Fuß) verzichten muss. Der Trainer hofft aber, dass die zurzeit noch grippegeschwächten Thomas Thiele und Damir Vorobev einsatzbereit sind. Ebenfalls fraglich ist ein Einsatz von René Kornau (Studium).

"Wir wollen natürlich auch zu Hause etwas holen, um uns aus der gefährlichen Region weiter zu entfernen, aber Leipzig steht verdient an der Spitze, ist eine kompakte Mannschaft, die wir bearbeiten müssen. Über eine starke Defensive heraus wollen wir vorn unsere Chancen auch besser nutzen als noch vor Wochenfrist in Bad Blankenburg", weiß Meinel.

Und für wahr, denn dort ließen die Allerstädter viele Möglichkeiten ungenutzt liegen und leisteten sich zudem auch noch zahlreiche technische Fehler. Gegen Leipzig dürfen sich die Oebisfelder aber nicht so viele Fehler erlauben.

"Wir müssen mal schauen, was wir gegen die äußerst kompakte Leipziger Mannschaft machen können. Die SG hat mit Max Berthold einen guten Mann als Spielmacher, den es auszuschalten gilt. Wenn er zu viel wirbelt, werden wir uns gesondert um ihn kümmern", lässt Meinel einen kleinen Blick in das Taktikbuch zu.

Die SGler vermeldeten kürzlich auch die Vertragsverlängerung mit einem Leistungsträger. So unterschrieb Links- händer Jacob Fritsch für ein weiteres Jahr bis 2012. Das gibt dem Spitzenreiter natürlich weitere Sicherheit und unterstreicht die Drittliga-Ambitionen der Leipziger.

"Außerdem müssen wir auch auf die beiden Halben und die Außen der Leipziger aufpassen, denn wenn die ins Laufen kommen, kann es eng werden", warnt Thomas Meinel vor dem morgigen Gegner.

SR: nicht benannt.